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Familienvater aus Hameln will seinem Sohn helfen – und stirbt

Rettungsaktion endet tödlich

HAMELN/NORDSTEMMEN. Tragischer Todesfall an den Rössinger Teichen bei Nordstemmen im Landkreis Hildesheim – aus Sorge um seinen geistig behinderten Sohn hat sich am späten Sonntagnachmittag ein 70 Jahre alter Familienvater aus Hameln auf die Suche nach dem 39-Jährigen begeben.

veröffentlicht am 24.06.2019 um 16:48 Uhr
aktualisiert am 24.06.2019 um 19:00 Uhr

Ulrich Behmann

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Der Badende soll plötzlich nicht mehr im Wasser zu sehen gewesen sein. Der Vater habe sich deshalb auf den Weg gemacht, um nach ihm zu suchen, hieß es. Kurz darauf sei der 39-Jährige aus dem Kiessee gestiegen. Der Vater wurde wenig später leblos im Wasser entdeckt. Ersthelfern und Rettungskräften – darunter war auch ein Notarztteam des Hubschraubers „Christoph 4“ – gelang es nicht, den Mann wiederzubeleben. Die dreiköpfige Familie habe sich bei dem warmen Wetter im See abkühlen wollen, teilte das Kommissariat in Sarstedt mit. Die Untersuchungen zur Ursache dauerten an, hieß es. Die Polizei spricht von einem Badeunfall. Unklar ist offenbar, ob der Senior in den See gesprungen oder hineingefallen ist. Das für Todesursachenermittlungen zuständige Fachkommissariat 1 der Polizeiinspektion Hildesheim hat die Ermittlungen übernommen. Nach Angaben der Deutschen Lebensrettungsgesellschaft (DLRG) sind im vergangenen Jahr in Deutschland mindestens 504 Menschen ertrunken.



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