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Drei Verletzte bei Kollision in der Nähe von Coppenbrügge / B 1 stundenlang gesperrt

Retter befreien Opfer aus Wrack

COPPENBRÜGGE. Rettungsmannschaften der Feuerwehr haben am Donnerstagnachmittag einen verletzten Autofahrer aus einem Wrack befreit – mit schwerem Gerät. Auf der Bundesstraße 1 war es gegen 14.45 Uhr zwischen der sogenannten Bessinger Spinne und Coppenbrügge zu einer heftigen Kollision gekommen. Nahezu frontal prallten dort ein Renault Dacia Logan und ein Peugeot 407 zusammen. Drei Menschen zogen sich Verletzungen zu.

veröffentlicht am 14.06.2018 um 17:20 Uhr
aktualisiert am 14.06.2018 um 18:30 Uhr

Rettungsaktion auf der B 1 – ein Notfallsanitäter behandelt den verletzten Peugeot-Fahrer im Wrack, ein Feuerwehrmann hält eine Infusion. Spezialisten befreien derweil den Hamelner mit schwerem Gerät. Foto: ube
Ulrich Behmann

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Ulrich Behmann Chefreporter zur Autorenseite
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Ein Notarzt-Einsatz-Fahrzeug der Stadt Hameln, Rettungswagen der DRK-Wachen Hameln und Hemmendorf sowie der Feuerwehr Hameln rückten aus. Freiwillige der Feuerwehren Coppenbrügge und Bisperode leisteten technische Hilfe. Zum Einsatz kamen Rettungsschere und Spreizer. Die Bundesstraße war stundenlang voll gesperrt. Polizeibeamte leiteten den Verkehr um und veranlassten Rundfunkdurchsagen.

Nach Angaben von Kommissar Sebastian Queren war eine Autofahrerin aus Coppenbrügge mit ihrem Dacia Logan in Richtung ihres Wohnorts unterwegs. Zeugen berichteten, die 46-Jährige sei hinter einem Lastwagen hergefahren. Nach den bisherigen Erkenntnissen der Polizei ist der Dacia plötzlich aus bislang unbekannter Ursache nach links auf die Gegenfahrbahn geraten, sagte der Ermittler. Dort prallte das Fahrzeug mit dem Peugeot zusammen. Dessen Fahrer – ein 62 Jahre alter Hamelner – habe noch versucht, auszuweichen. Spuren auf dem Asphalt deuten darauf hin, dass der Mann zudem eine Vollbremsung ausgeführt hat. Durch die Wucht des Aufpralls wurden bei beiden Autos die linken Vorderräder aus ihrer Verankerung gerissen. Die Fahrertür des Peugeot sei um zehn Zentimeter nach hinten gedrückt worden, sagte Gemeindebrandmeister Hagen Bruns. Der verletzte Fahrer saß fest. Auf dem Beifahrersitz habe ein 20-Jähriger aus Bessingen gesessen, hieß es. Der junge Mann und die Dacia-Fahrerin konnten sich offenbar ohne fremde Hilfe befreien.

Der Leitstellen-Mitarbeiter Matthias Schaffer kam zufällig auf den Unfall zu. Der Lehrrettungsassistent gab sofort eine Lagemeldung durch und forderte schweres Gerät an. Gemeinsam mit einer Autofahrerin und zwei des Weges kommenden Feuerwehrleuten aus Coppenbrügge leistete Schaffer qualifiziert Erste Hilfe. Die Verletzten wurden von Notarzt- und Rettungsteams behandelt und in Krankenhäuser nach Hameln und Gronau gebracht.

Die Fahrerin des roten Dacia konnte ohne fremde Hilfe aussteigen. Foto: ube
  • Die Fahrerin des roten Dacia konnte ohne fremde Hilfe aussteigen. Foto: ube

Ein privates Ölbekämpfungsunternehmen fing gegen 17 Uhr damit an, den ölverschmutzten Asphalt mit einer Spezialmaschine zu reinigen. „Das Fahrzeug sprüht Wasser mit einem Druck von 200 bar auf die Fahrbahn. Dadurch werden Motoröl, Benzin und andere Betriebsstoffe aus den Poren des Belags entfernt. Anschließend wird das Wasser-Öl-Gemisch in einen Tank gesaugt“, erklärte Andreas Schmidt von der Umwelt-Kommunal-Service GmbH.

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