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Fahrer verliert auf Autobahn 44 Kontrolle über Fahrzeug

Reisebus aus Hameln verunglückt schwer

HAMELN/BRILON. Ein Hamelner Reisebus ist auf der Autobahn 44 schwer verunglückt. Bei dem Unfall stürzte der Bus auf die Seite – 40 Insassen wurden verletzt, zehn davon schwer. Der Bus aus Hameln war auf dem Weg nach Südtirol, die A 44 blieb nach dem Crash vier Stunden lang voll gesperrt. Warum der Bus verunglückte, blieb bis Redaktionsschluss unklar. Das Hamelner Unternehmen spricht von einem Schock.

veröffentlicht am 07.07.2019 um 10:27 Uhr
aktualisiert am 07.07.2019 um 18:10 Uhr

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Es war kurz vor eins in der Nacht zum Sonntag, als es fürchterlich krachte: Ein Reisebus aus Hameln verunglückt auf der Autobahn 44 zwischen Brilon und Diemelstadt. Der 52-jährige Busfahrer hatte die Kontrolle über das Fahrzeug verloren und war von der Fahrbahn abgekommen. Der Bus aus Hameln, in dem 38 Fahrgäste saßen, kippte um und blieb auf der rechten Seite liegen. Dabei wurden die zwei Busfahrer sowie acht Fahrgäste schwer verletzt. Die 30 weiteren Mitfahrer erlitten leichte Verletzungen. Polizisten, Feuerwehrleute und Sanitäter kümmerten sich um die Betroffenen. Einige Verletzte wurden zur ambulanten Behandlung in Krankenhäuser gebracht, konnten aber zwischenzeitlich wieder entlassen werden. Die augenscheinlich unverletzten Reisenden wurden mit einem Bus der Feuerwehr Paderborn in eine eilig eingerichtete Betreuungsstätte gefahren. Dort standen neben Medizinern auch Notfallseelsorger zur psychosozialen Betreuung der Unfallopfer bereit.

Die Autobahn 44 wurde für die Dauer der Bergung für rund vier Stunden in beide Richtungen voll gesperrt. Zwischenzeitlich staute sich der Verkehr in Richtung Kassel auf zwei Kilometer.

Der Busfahrer hatte die Kontrolle über das Fahrzeug verloren und war kurz hinter der Anschlussstelle Lichtenau von der Fahrbahn abgekommen, wie die „Neue Westfälische“ berichtet. Zuvor hatte der Bus dem Bericht zufolge auf einer Strecke von mehreren hundert Metern auf dem Grünstreifen zahlreiche Warnschilder für eine Baustelle niedergemäht. Im Bereich einer Straßenbrücke habe der Fahrer den Bus zurück auf die Fahrbahn gelenkt und dabei die Kontrolle über den Bus verloren. Für die Feuerwehren und Rettungsdienste aus den Kreisen Paderborn, Höxter, Soest und dem Hochsauerlandkreis wurde Großalarm ausgelöst. Weit über 100 Helfer waren stundenlang im Einsatz. Die Polizei hat die Ermittlungen aufgenommen.

Die Rettungsdienste waren mit einem Großaufgebot im Einsatz. Foto: Ralph Meyer/Neue Westfälische

Ein Sprecher des Hamelner Reisebus-Unternehmens sagte auf Nachfrage gegenüber der Dewezet: „Auch für uns ist dieser Unfall ein Schock, unsere Gedanken sind derzeit bei den Verunglückten und deren Familien. Wir hoffen auf eine schnelle und vollständige Genesung.“ Das Fahrzeug, ein Bus vom Typ Neoplan Tourliner, ist nach Angaben des Unternehmens fünf Jahre alt. Und: „Der Bus hat erst am 5. Juli seine letzte Hauptuntersuchung ohne Mängel überstanden.“ Der Fahrer des Busses sei seit 20 Jahren im Unternehmen tätig und gilt nach Firmenangaben als besonders zuverlässig. „Er hatte mehrere Tage frei und trat die Reise ausgeruht an“, sagte der Sprecher. Das seit 1952 bestehende Hamelner Unternehmen sei noch nie in einen so schwerwiegenden Unfall involviert gewesen, heißt es.



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