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Sachbeschädigungen, aber nichts gestohlen

Reifenstecher in Bauunternehmen: 18 000 Euro Schaden

MARIENAU. Der Schaden ist immens hoch. Auf rund 18 000 Euro schätzen Ermittler die Schadenshöhe, die Unbekannte am Wochenende auf dem Gelände des Bauunternehmens und Mineralölhandels Wessel angerichtet haben. An gleich 13 Baufahrzeugen – Anhänger, Radlader und Lkw – zerstachen die Täter Reifen. Gestohlen wurde ersten Erkenntnissen nach nichts.

veröffentlicht am 10.07.2017 um 17:54 Uhr

Die Luft ist raus: An einem zweiachsigen Anhänger haben die Täter alle vier Reifen zerstochen. Foto: fn
Frank Neitz

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Frank Neitz Reporter / Fotograf zur Autorenseite
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Zwei Mitarbeiter machten sich am Sonntagmorgen daran, Material auf einen Lastwagen verladen. Als sie einen Radlader starten wollten, bemerkten sie, dass keine Luft mehr auf den Reifen war. Nicht nur das, auch zig andere Reifen waren platt. Selbst an vier fahrbaren Kompressoren hatten sich Unbekannte zu schaffen gemacht und Reifen zerstochen.

Als Ermittler der Polizei ihre Spurensuche am Tatort abgeschlossen hatten, war klar: Die Täter hatten an drei Radladern, vier Anhängern, den Kompressoren, einem Lkw und einem Transporter jeweils vier Reifen beschädigt. Darunter sind Spezialreifen, die nicht von heute auf morgen zu besorgen sind. Die Folge: Verzögerungen im Betriebsablauf.

Es ist nicht das erste Mal, dass der Betrieb ungebetenen Besuch bekam. „Seitdem mein Vater den Betrieb 2013 vollständig übernommen hat, passiert jedes Jahr etwas. Vorher hatten wir solche Probleme nie“, sagt Junior-Chef Tobias Wessel. Am Heizöltankwagen seien schon Radmuttern gelöst worden, erzählt Wessel. Es habe in den letzten vier Jahren auch Diebstähle gegeben, bei denen Rüttelplatten und Baggerstampfer gestohlen wurden, so der Coppenbrügger.

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Wessel vermutet, dass sich der Täter bestens auf dem Gelände auskennen muss. „Überall haben wir Überwachungskameras. Aber gerade dort, wo die Reifen zerstochen wurden, ist keine Kamera angebracht“, sagt der Unternehmer. Auch die Tatsache, dass die Täter einen unbeschrifteten Radlader eines anderen Unternehmens, der neben den eigenen stand, nicht anrührten, deute auf Insiderwissen hin, mutmaßt Tobias Wessel. An willkürlichen Vandalismus glaubt der Coppenbrügger nicht. Eines steht für den Junior-Chef fest: „Da muss jemand ein ganz besonderes Interesse daran haben, uns zu schaden.“

Der Baubetrieb hat eine Belohnung von 1000 Euro für Hinweise, die zur Tataufklärung führen, ausgesetzt. Zeugen, die im Zeitraum von Samstagnachmittag bis Sonntagmorgen auffällige Beobachtungen oder Personen auf dem umzäunten Gelände am Voldagsen Bahnhof gemacht haben, werden gebeten sich mit der Polizei in Coppenbrügge unter der Telefonnummer 05156/7082 in Verbindung zu setzen.

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