weather-image
11°
×

Fall gibt weiter Rätsel auf

Rechtsmediziner obduzieren verweste Leichen

veröffentlicht am 28.09.2016 um 17:30 Uhr
aktualisiert am 31.10.2016 um 12:56 Uhr

Ulrich Behmann

Autor

Chefreporter zur Autorenseite

Man habe allerdings erste Hinweise darauf, dass es sich bei der weiblichen Leiche um die sterblichen Überreste der 84 Jahre alten Bewohnerin handelt, sagte Oberkommissar Jens Petersen auf Anfrage unserer Zeitung. Darauf deute unter anderem der getragene Schmuck hin.

Fakt ist: Die Todesursachen-Ermittler des Zentralen Kriminaldienstes, die den rätselhaften Fall bearbeiten, wissen auch nach der Autopsie nicht, was sich in dem Haus abgespielt hat. Ein Unglücksfall, ein gemeinsamer oder ein erweiterter Suizid, aber auch ein Tötungsdelikt kommen in Betracht. Bei den Untersuchungen im Gerichtsmedizinischen Institut der Medizinischen Hochschule Hannover wurden allerdings keine Spuren entdeckt, die für eine stumpfe Gewalteinwirkung sprechen. „Es gibt bislang nichts, was darauf hindeutet, dass eine dritte Person auf das Geschehen eingewirkt hat“, sagt Petersen. Daraus Schlüsse zu ziehen, wäre wohl vorschnell, denn die Todesursachen sind derzeit noch unbekannt. Der Zustand der Leichen ist schlecht. Als Polizisten den grausigen Fund machten, waren die Frau und der Mann bereits zwei bis drei Wochen tot. Die Nachforschungen würden fortgesetzt, hieß es. Die Staatsanwaltschaft Hannover muss nun über weitere Schritte entscheiden. Beispielsweise könnte ein toxikologisches Gutachten Aufschluss darüber geben, ob Gift im Spiel war.

Das Haus, in dem die Toten gefunden wurden, gehört einem 86 Jahre alten Mann. Er wohnt dort gemeinsam mit seiner zwei Jahre jüngeren Lebensgefährtin, die aus Bückeburg stammt. Das Paar soll sehr zurückgezogen gelebt haben. Ein Nachbar hatte die Senioren längere Zeit nicht gesehen und sich Sorgen gemacht. Er klopfte und klingelte vergeblich. Als er den übervollen Briefkasten und die unzähligen Fliegen, die an den Fensterscheiben saßen, sah, befürchtete der Mann Schlimmstes und informierte die Polizei (wir berichteten).



Copyright © Deister- und Weserzeitung 2020
Texte und Fotos von dewezet.de sind urheberrechtlich geschützt.
Weiterverwendung nur mit Genehmigung der Chefredaktion.


Anzeige
Weiterführende Artikel
    Anzeige
    Anzeige
    Kontakt
    Redaktion
    E-Mail: redaktion@dewezet.de
    Telefon: 05151 - 200 420/432
    Anzeigen
    Anzeigen (Online): Online-Service-Center
    Anzeigen (Telefonisch): 05151 / 200 - 666
    Abo-Service
    Abo-Service (Online): Online-Service-Center
    Abo-Service (Telefonisch): 05151 / 200 777

    Keine Zeitung bekommen? Hier zur Zustell-Reklamation.
    X
    Kontakt