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Zwei Hamelner vor Gericht – es geht um Schmuggel und Drogenhandel

Rauschgift in der Stoßstange

Hameln. Das Rauschgift war gut versteckt - im Radkasten und in der Stoßstange des Autos. Die Polizei hat es trotzdem gefunden. Das war im Januar. Nun beginnt vor dem Landgericht Hannover der Prozess gegen zwei junge Männer. Sie müssen sich wegen Verstoßes gegen das Betäubungsmittelgesetz und wegen anderer Delikte verantworten.

veröffentlicht am 03.11.2015 um 17:24 Uhr
aktualisiert am 31.10.2016 um 17:57 Uhr

Ulrich Behmann

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Chefreporter zur Autorenseite

Er soll kiloweise Rauschgift im Radkasten und in der Stoßstange seines Autos von den Niederlanden nach Deutschland geschmuggelt und die Drogen in Hameln verkauft haben. Am 11. Januar wurden Arakel A. (28) und sein mutmaßlicher Helfershelfer Igor B. (28) geschnappt. Das Marihuana – 4,8 Kilogramm – konnten die Männer nicht mehr aus dem präparierten VW Passat „ausbauen“. Vor der 2. Großen Strafkammer des Landgerichts Hannover müssen sich die Angeklagten nun wegen Verstoßes gegen das Betäubungsmittelgesetz und wegen anderer Delikte verantworten.

Die Staatsanwaltschaft wirft A. vor, sich im November 2014 zehn Pakete mit mindestens 4,8 Kilogramm Marihuana in der niederländischen Stadt Eindhoven beschafft, das Rauschgift in seinem Fahrzeug versteckt und über die Grenze nach Hameln geschmuggelt zu haben. Hier soll er damit gehandelt haben. Der gleichaltrige Mitangeklagte B. soll ihm geholfen haben, die Drogen aus dem Auto zu holen.

Am 10./11. Januar 2015 soll Arakel A. noch einmal rund 4,8 Kilogramm Marihuana von Eindhoven nach Hameln geschmuggelt haben. Die Ermittler glauben, dass die Drogen in einer eigens dafür organisierten Halle „ausgebaut“ werden sollten. Dazu kam es nicht mehr. Vermummte Spezialkräfte eines Mobilen Einsatzkommandos stoppten den Wagen, nahmen das Duo fest.

In seinem Zimmer und in seinem Keller soll der mutmaßliche Schmuggler und Dealer 519 Gramm Marihuana, 749 Gramm Haschisch, 67 Gramm Kokaingemisch und mindestens 844 Gramm Amphetamin-Gemisch für den Weiterverkauf gelagert haben. Neben seinem Bett fanden Fahnder eine griffbereite Machete. Auch zwei gefälschte Personalausweise wurden sichergestellt. In einer Jacke, in der sich zwei Haschischplatten befanden, steckte auch eine Dose mit Pfefferspray.

Das Gericht hat sechs Verhandlungstage angesetzt. Am 10. Dezember könnte das Urteil gesprochen werden.



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