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Traktor fängt Feuer – schwierige Löscharbeiten / Erst Schaum zeigt Wirkung

Rauchsäule kilometerweit zu sehen

GRUPENHAGEN. Die Rauchsäule war pechschwarz und kilometerweit zu sehen – sie stand am Samstagnachmittag über einem Acker bei Grupenhagen. Aus bislang ungeklärter Ursache hatte ein John-Deere-Traktor kurz vor halb vier Feuer gefangen. Der 1993 gebaute Ackerschlepper wurde ein Raub der Flammen.

veröffentlicht am 22.04.2018 um 07:14 Uhr
aktualisiert am 23.04.2018 um 09:26 Uhr

Der Trecker wurde ein Raub der Flammen. Mit Wasser ließ sich das Feuer nicht löschen. Foto: ube
Ulrich Behmann

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Ulrich Behmann Chefreporter zur Autorenseite
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Der Landwirt (28) aus Grupenhagen habe um 11 Uhr damit begonnen, Felder zu pflügen, sagte ein Ermittler. „Plötzlich bemerkte er Qualm, der unter der Kabine aufstieg“, sagte der Oberkommissar. Der Trecker-Fahrer gab Gas, versuchte noch, einen Feldweg zu erreichen, doch der Rauch wurde immer dichter. „Ich konnte zuletzt kaum noch atmen“, sagte der 28-Jährige am Brandort. Als er vom Fahrersitz abstieg, züngelten bereits Flammen empor.

Zum Löschen habe der Junglandwirt nur eine Flasche Cola gehabt, erzählt Oberlöschmeister Daniel Hundertmark. „Das Getränk hat natürlich nicht ausgereicht, um den Treckerbrand zu löschen.“ Das Feuer breitete sich rasch aus. Nachdem der Mann einen Notruf abgesetzt hatte, alarmierte die Leitstelle um 15.26 Uhr die Feuerwehren Grupenhagen, Egge und Aerzen. Zunächst wurde der ausgedehnte Fahrzeugbrand mit Wasser bekämpft – jedoch ohne Erfolg. Feuerwehrleute starteten deshalb einen sogenannten Schaumangriff. Das Wasser-Schaum-Gemisch sollte die Flammen bedecken und ihnen den Sauerstoff nehmen. Doch auch der Schaum zeigte nicht sofort Wirkung. „Zwei Treckerreifen sind während des Einsatzes durch die große Hitze geplatzt. Das hat ganz schön geknallt“, sagte Hundertmark.

Gute Dienste hätten die Feuerwehrfahrzeuge, die Wasser an Bord haben, geleistet. Das dringend benötigte Löschwasser sei im Pendelverkehr zur Feldmark gebracht worden. Erstmals im Einsatz: das brandneue Hilfeleistungslöschfahrzeug der Feuerwehr Aerzen, das erst am Freitag beim Hersteller abgeholt worden war. Die Untere Wasserbehörde des Landkreises ordnete die Entsorgung der aus dem Wrack ausgelaufenen Betriebsstoffe und des Schaum-Wasser-Gemisches an. Freiwillige machten sich mit einem Spezialfahrzeug von der Feuerwehrtechnischen Zentrale in Kirchohsen auf den Weg nach Grupenhagen. Die Flüssigkeiten wurden in einen Tankwagen gesaugt und zu einem Fachbetrieb gebracht.

Erst Schaum zeigt Wirkung. Foto: ube
  • Erst Schaum zeigt Wirkung. Foto: ube

Die Ursache des Treckerbrandes steht noch nicht fest. Nach Angaben der Polizei soll erst am Freitag eine Kardanwelle ausgetauscht worden sein. Ob es einen Zusammenhang mit dieser Reparatur gibt, ist aber unbekannt.

Im November 2015 hatte es auf dem Bauernhof des Landwirts gebrannt. Seinerzeit stand ein Rinderstall in Flammen. Dem Mann war es in letzter Minute gelungen, seine Kälber aus dem brennenden Gebäude zu treiben.

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