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Fahnder fassen Verdächtigen und entdecken Gasdruckwaffe

Raubüberfall – Täter schießt Opfer ins Gesicht

HAMELN. Ein Mann aus Hessisch Oldendorf ist in Hameln Opfer eines schweren Raubüberfalls geworden. Der Täter soll dem 38-Jährigen zunächst mit einer Gasdruck-Pistole ins Gesicht geschossen haben. „Danach hat mir der Typ die Schusswaffe auf den Hinterkopf geschlagen“, sagte das Opfer. Das Verbrechen geschah am helllichten Tag (Donnerstag, 9.15 Uhr) auf offener Straße.

veröffentlicht am 20.04.2018 um 11:18 Uhr
aktualisiert am 20.04.2018 um 14:02 Uhr

Der Tatort: Auf der Zehnthofstraße geschah das Verbrechen - am helllichten Tag. Foto: Polizei
Ulrich Behmann

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Ulrich Behmann Chefreporter zur Autorenseite

Der Räuber hatte es auf das Handy und die Zigaretten des Mannes abgesehen. Mit seiner Beute ergriff er die Flucht. Tatort war die Zehnthofstraße zwischen Stadtgalerie und Sparkassengebäude, die den Zentralen Omnibusbahnhof (ZOB) mit dem Pferdemarkt verbindet.
Der Verletzte ging zunächst ins Krankenhaus und ließ sich in der Notaufnahme ärztlich versorgen. Erst danach zeigte er den Überfall bei der Polizei an. Der Hessisch Oldendorfer konnte den Ermittlern den Namen des Verbrechers sagen. Nach Angaben von Hauptkommissar Jens Petersen gehören sowohl der Täter als auch das Opfer zum Drogenmilieu. Die beiden Männer seien polizeibekannt und bereits wegen diverser Straftaten (Raub, Diebstahl, Körperverletzung, Widerstand gegen Vollzugsbeamte, Betäubungsmittel-Delikte) in Erscheinung getreten. Obwohl sich die Tat bereits eine Stunde zuvor ereignet hatte, schwärmten umgehend Polizisten aus und machten sich auf die Suche nach dem Beschuldigten. Den Fahndern sei es gelungen, den mutmaßlichen Täter auf der Osterstraße zu ergreifen. Der in Hameln lebende Mann (32) wurde vorläufig festgenommen und zum Zentralen Kriminaldienst gebracht. Ein Richter ordnete die Durchsuchung der Wohnung an. Ermittler des für Raubüberfälle zuständigen 2. Fachkommissariats machten ein Versteck ausfindig, in dem eine Pistole lag. „Diese Waffe kommt als Tatwerkzeug in Betracht“, sagte Petersen. Die Staatsanwaltschaft Hannover beantragte einen Haftbefehl.
Der Tatverdächtige wurde am Freitag einem Ermittlungsrichter vorgeführt. Die Ermittler des 2. Fachkommissariats suchen Zeugen, die das Geschehen an der Zehnthofstraße beobachtet haben. „Die Schussabgabe dürfte in der Straße weithin hörbar gewesen sein“, meint Petersen.
Hinweise werden rund um die Uhr unter 05151/933-222 entgegengenommen.

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