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Fahnder schnappen „alten Bekannten“

Raubüberfall auf Spielhalle

HAMELN. Nicht einmal drei Stunden nach einem bewaffneten Raubüberfall auf eine Spielhalle in Hameln haben Ermittler der Hamelner Polizei einen Tatverdächtigen vorläufig festgenommen. Der 35-Jährige hatte am Telefon ein Teilgeständnis abgelegt, nachdem ihn Fahnder auf der Flucht gesehen und identifiziert hatten.

veröffentlicht am 17.01.2017 um 12:49 Uhr
aktualisiert am 17.01.2017 um 16:24 Uhr

Foto: ube
Ulrich Behmann

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Ulrich Behmann Chefreporter zur Autorenseite
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Der amtsbekannte Mann wurde in eine Gewahrsamszelle gesperrt. Ihm wird schwerer Raub vorgeworfen. Der Notruf aus der Spielhalle an der Deisterallee war um 22.16 Uhr bei der Kooperativen Regionalleitstelle Weserbergland an der Ruthenstraße aufgelaufen. Eine Frau (55) meldete, sie sei soeben überfallen worden. Der Täter sei in Richtung Ostertorwall geflüchtet. Sofort wurde eine großangelegte Fahndung ausgelöst. Alle verfügbaren Streifenwagen wurden zusammengezogen. Die meisten Einheiten machten sich auf die Suche nach dem Verbrecher. Ein Team der Tatort-Gruppe befragte derweil das Opfer und sicherte Spuren. Den Beamten erzählte die Angestellte, der Räuber habe sie mit einem Messer bedroht und von ihr Geld verlangt. Letztlich habe der Täter in die Kasse gegriffen.

Während der Fahndung sichtete eine Streifenwagen-Besatzung auf der Bäckerstraße einen „alten Bekannten“, der auf einem Fahrrad in Richtung Mühlenstraße fuhr. Auf ihn passte die Täterbeschreibung. Der Verdächtige konnte allerdings nicht angehalten und kontrolliert werden. Noch im Laufe des Abends verdichteten sich die Hinweise, dass es sich bei dem 35-Jährigen um den Gesuchten handelt. Die Ermittler fanden durch akribische Nachforschungen heraus, wo sich der Verdächtige aufhalten könnte. Sie fuhren zu einem Haus an der Ritterstraße, wo Verwandte des Mannes wohnen. Doch niemand öffnete.

„Kurz nachdem die Streife die Anschrift verlassen hatte, meldete sich der mutmaßliche Täter über Notruf bei der Einsatzzentrale und legte telefonisch ein Teilgeständnis ab“, sagte Oberkommissar Jens Petersen. „Seinen Aufenthaltsort wollte er jedoch nicht preisgeben.“ Abermals fuhren Polizisten zur der Ritterstraße. Vor dem Haus stand das Fahrrad, mit dem der 35-Jährige bereits in der Bäckerstraße gesehen worden war. Trotz mehrfacher Aufforderung sei die Tür nicht geöffnet worden, sagte Petersen. Um 0.45 Uhr sei deshalb die Feuerwehr angefordert worden. Experten hätten den Weg für die Fahnder freigemacht. Der Verdächtige wurde im Beisein seiner Angehörigen dingfest gemacht.

Die Ermittler des für Raub und Diebstahl zuständigen 2. Fachkommissariats vermuten, dass der Hamelner nach dem Überfall Bekleidungsstücke weggeworfen hat. Der Täter hatte eine braune Jacke getragen. Diese ist verschwunden. Eine Suchaktion, die noch in der Nacht gestartet wurde, verlief erfolglos.

Der 35-Jährige ist vorbestraft. Nach Informationen der Dewezet ist er bereits wegen zahlreicher Diebstähle und Körperverletzungsdelikte sowie wegen Widerstands gegen Vollzugsbeamte, aber auch wegen Raubes, Betrugs, Unterschlagung, Hausfriedensbruchs, Bedrohung und Verstoßes gegen das Waffen- und Betäubungsmittelgesetz in Erscheinung getreten.



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