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Mehrere Fälle in Hamelner Supermärkten / Hinweise zur Vorbeugung

Polizei warnt vor Diebstählen

Hameln. Nachdem es in Hamelner Supermärkten zu Diebstählen gekommen ist, weist die Polizei darauf hin, bei bestimmten Verhaltensweisen misstrauisch zu sein. Zum einen sollte man sich durch Nachfragen nicht ablenken lassen, zum anderen aufpassen, wenn man von fremden Menschen angerempelt wird.

veröffentlicht am 13.10.2015 um 12:34 Uhr
aktualisiert am 31.10.2016 um 18:14 Uhr

Ulrich Behmann

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Chefreporter zur Autorenseite

Sie sprechen Kunden im Supermarkt an und fragen nach einem Produkt. Das Ganze dient nur einem Zweck: Sie wollen ihre Opfer ablenken, um sie beklauen zu können. Skrupellose Diebe treiben in Hameln ihr Unwesen. Sie haben es auf Geld und Handys abgesehen. Derzeit häuften sich solche Fälle, sagte Oberkommissar Jens Petersen am Dienstag.

Die letzte Tat hat sich bereits am Freitag ereignet. Sie wurde allerdings erst am Montag angezeigt. Eine Seniorin (74) war in einem Discounter in Klein Berkel während des Einkaufens von einem jungen Mann angesprochen worden. Er hielt eine Dose hoch und fragte „Diabetiker?“. Weitere Wörter sagte der mutmaßliche Taschendieb, der offensichtlich kein Deutsch spricht, nicht. Die Frau verwies den Unbekannten an die Kasse. Als die Hamelnerin bezahlen wollte, stellte sie fest, dass ihre Geldbörse fehlte. Der Verdächtige ist etwa 20 Jahre alt, zirka 1,80 Meter groß und schlank. Er hat helle Haut und dunkle kurze Haare. Das Opfer hält ihn für einen Südosteuropäer. Diese Vorgehensweise wurde am Freitagabend auch in einem Discounter an der Deisterstraße angewendet. Zwischen den Regalen wurde eine 73-jährige Hamelnerin von einem Mann angesprochen. Wieder sprach der Täter kein Deutsch, wieder ging es um Diabetiker-Marmelade haben. Erst an der Kasse bemerkte die Rentnerin, dass aus ihrem Einkaufsbeutel die Brieftasche fehlte.

Eine weitere Vorgehensart ist nach Angaben der Polizei das Anrempeln von Personen – so geschehen in einer Einkaufspassage in der Hamelner Innenstadt. Einer Frau kam eine Gruppe junger Männer (16 bis 25 Jahre alt) entgegen. Die 31-Jährige angerempelt. Kurz darauf stellte sie fest, dass aus ihrer Handtasche die Geldbörse entwendet wurde.

 

Die Polizei gibt folgende Tipps, um sich vor Taschendieben zu schützen:

  1. Taschendiebe lassen sich am typisch suchenden Blick erkennen: Sie meiden den direkten Blickkontakt zum Opfer und schauen eher nach der Beute.
  2. Tragen Sie Geld, Schecks, Kreditkarten und Papiere immer in verschiedenen verschlossenen Innentaschen der Kleidung möglichst dicht am Körper.
  3. Tragen Sie Hand- und Umhängetaschen verschlossen auf der Körpervorderseite oder klemmen Sie sie sich unter den Arm.
  4. Benutzen Sie einen Brustbeutel, eine Gürtelinnentasche, einen Geldgürtel oder eine am Gürtel angekettete Geldbörse.
  5. Legen Sie Geldbörsen nicht oben in Einkaufstasche, Einkaufskorb oder Einkaufswagen, sondern tragen Sie sie möglichst körpernah. Hängen Sie Handtaschen im Restaurant, im Kaufhaus oder im Laden (selbst bei der Anprobe von Schuhen oder Kleidung) nicht an Stuhllehnen und stellen Sie sie nicht unbeaufsichtigt ab.

Unter dem Motto „Augen auf und Tasche zu“ gibt die Polizei auf der Internetseite www.polizei-beratung.de weiter Tipps und Hinweise zum Thema „Taschendiebstahl“.



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