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Polizei sucht mit Hunden nach Mordwaffe

Am Freitagvormittag suchten Bereitschaftspolizisten aus Hannover, Polizeihunde aus Göttingen und die örtliche Mordkommission nach der Tatwaffe, mit der Ende letzten Jahres ein 22-Jähriger in Steinbergen erschossen wurde. Es gab einen neuen Zeugenhinweis, der die Polizei auf die Spur brachte. Außerdem hofften die Beamten weiter auf Zeugenhinweise.

veröffentlicht am 15.03.2019 um 11:47 Uhr
aktualisiert am 15.03.2019 um 18:26 Uhr

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Den großen Brombeerbusch heben sich die Bereitschaftspolizisten für später auf. „Soeinen hatten wir letztens in Emden erst“, sagt ein junger Beamter zu seiner Kollegin, „erst schauen wir mal, ob wir sonstwo was finden.“ Mit Unterstützung durch zwei Polizeihunde aus Göttingen und Beamten aus Hannover durchsuchte die Polizei am Freitagvormittag ein etwa 200 Meter langes Stück des Bahndamms in Steinbergen. Sie sind auf der Suche nach der Schusswaffe, mit der am 22. Dezember letzten Jahres ein 22-jähriger Mann aus Porta Westfalica erschossen wurde (wir berichteten). Dass drei Monate nach der Tat erneut eine so groß angelegte Suchaktion laufe, sei „eine wesentliche Weiterentwicklung“, erklärt Polizeisprecher Axel Bergmann auf Anfrage.

Bereits kurz nach der Tat hatten Unterstützungskräfte aus Hannover und Polizeihunde den Steinberger Bahnhof durchsucht. Dabei sind sie allerdings nicht fündig geworden. Monate später habe es aber einen weiteren Zeugenhinweis gegeben. „Er war leider nicht so konkret, dass wir das Gebiet weiter eingrenzen konnten“, so Bergmann.

Polizisten suchen in Steinbergen

Außerdem spielte das Wetter am Freitag leider nicht mit. Denn bei dem stetigen Nieselregen liegen weniger Duftstoffe in der Luft, auf die die Hunde der Polizei anschlagen könnten. „Wir hätten uns natürlich strahlenden Sonnenschein gewünscht“, so Bergmann. Dennoch gebe man nun das Beste.

Da die Suchaktion fast drei Monate nach der Tat gestartet werde, bestehe die Gefahr, dass bereits jemand anderer die Waffe gefunden haben könnte. „Wenn jemand privat etwas gefunden hat, soll er sich unbedingt bei der Polizei melden“, appelliert Bergmann. Auf keinen Fall solle man aber selbst mit der Waffe zur Polizeistation laufen. „Mit einer scharfen Schusswaffe unterwegs zu sein erfüllt den Anfangsverdacht einer Straftat“, so Bergmann. Außerdem ist es gefährlich. Bei der Polizeidienststelle anzurufen, sei der richtige Weg. „Außerdem freuen wir uns über alle weiteren Zeugenhinweise zum Tatort, oder der Situation an den Bahngleisen“. Auch Kleinigkeiten könnten weiterhelfen.

Einen kleinen Hoffnungsschimmer hat er auch für die jungen Bereitschaftspolizisten aus Hannover: „Wenn wir feststellen, wir kommen mit dem Dornengestrüpp gar nicht weiter, werden wir uns an den Bauhof wenden“, so Bergmann. Diese könnten möglicherweise Bereiche freischneiden. Bisher habe man immer gute Erfahrungen mit dem Rintelner Bauhof gemacht.

Der dringend tatverdächtige 27-jährige Rintelner sitzt weiterhin in Untersuchungshaft. Derzeit ermittle man wegen eines Tötungsdelikts, also Totschlag oder Mord. Nach welchem Paragrafen der Mann am Ende angeklagt wird, entscheide sich im Laufe der Ermittlungen.

Gegen 13 Uhr rückten die Polizeibeamten erfolglos ab, auch der immer stärker werdende Regen spielte bei der Entscheidung eine Rolle. Ob, und in welcher Form weiter gesucht wird, stand bis Redaktionsschluss noch nicht fest.



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