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Trotz Aufklärung kein Rückgang in der Unfallstatistik

Polizei: Alkohol und Drogen am Steuer bleiben Problem

BODENWERDER/KREIS HOLZMINDEN. Die Bilanz der Polizei fällt ernüchternd aus: Trotz Aufklärung und der Intensivierung der Kontrollen ist bei den Verkehrsunfällen unter Alkohol- und Drogen- oder Medikamenteneinfluss kaum ein Rückgang zu verzeichnen.

veröffentlicht am 01.04.2019 um 16:57 Uhr

Foto: Bilderbox

Erst am vergangenen Wochenende wurden erneut durch Rauschmittel beeinflusste Fahrer von der Polizei aus dem Verkehr gezogen. In der Nacht von Samstag auf Sonntag wurde zunächst ein 46-jähriger Pkw-Fahrer auf der Rühler Straße in Bodenwerder durch die Beamten der Polizeistation Bodenwerder kontrolliert. Dabei fiel den Polizisten deutlicher Alkoholgeruch auf. Ein Atemalkoholtest bestätigte schließlich den Verdacht. Es lag ein Wert von über 0,5 Promille Atemalkohlgehalt vor. Dem Mann wurde die Weiterfahrt bis zur Ausnüchterung untersagt.

Kurz nach Mitternacht fiel der Streife der Polizei Holzminden ein 18-jähriger Mann mit seinem Pkw in Holzminden auf. Bei der Kontrolle wurden körperliche Auffälligkeiten festgestellt, die auf eine Drogenbeeinflussung hindeuteten. Der Fahranfänger musste die Beamten zur Blutentnahme mit zur Dienststelle begleiten. Ihm wurde die Weiterfahrt ebenfalls untersagt.

Keine Einzelfälle: Im vergangenen Jahr wurden im Kreis Holzminden im Rahmen von Kontrollen 79 Verkehrsteilnehmer unter Alkoholeinfluss und 100 Verkehrsteilnehmer unter Drogen- oder Medikamenteneinfluss festgestellt. Das sind zehn Verstöße mehr als 2017, heißt es in der Verkehrsstatistik, die die Polizei kürzlich bekanntgab.

Zwar waren im Jahr 2018 mit 21 alkoholisierten Verkehrsteilnehmern 22,2 Prozent weniger in Unfälle verwickelt als die Jahre zuvor (2017:27, 2016: 24).

Dafür stieg die Zahl der in Unfälle verwickelten Verkehrsteilnehmer unter Drogen- oder Medikamenteneinfluss von neun auf zwölf. Diese Zahlen machen laut Polizei einmal mehr deutlich, dass sich Autofahrer auf eine Fortsetzung der intensiven polizeilichen Kontrollen einstellen müssen, heißt es seitens der Beamten. Kavaliersdelikte sind Fahrten unter Drogen- oder Alkoholeinfluss nicht: Die Autofahrer, die am Wochenende erwischt wurden, erwartet ein Bußgeld in Höhe von 500 Euro, zwei Punkte in Flensburg und ein vierwöchiges Fahrverbot.

red



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