weather-image

Gullydeckel festgefroren – Feuerwehr befreit Meise aus Schacht

Piepmatz in Not

HAMELN. Tierretter der Hamelner Feuerwehr sind am Dienstagmorgen gegen 8 Uhr zu einem ungewöhnlichen Einsatz ausgerückt – sie mussten einem kleinen Vogel zu Hilfe eilen, der an der Wettorstraße in einen Gullyschacht gestürzt war. Eine Hamelnerin hörte das verzweifelte Piepen des hübschen Sperlingsvogels und alarmierte die Feuerwehr. Die Frau konnte den Gullydeckel nicht anheben – er war festgefroren.

veröffentlicht am 20.03.2018 um 14:39 Uhr
aktualisiert am 20.03.2018 um 16:20 Uhr

Meise in Not. Foto: FN
Ulrich Behmann

Autor

Ulrich Behmann Chefreporter zur Autorenseite
Weiterlesen für 20 Cent oder mit Ihrem Digital-Abo
Sie haben bereits ein Digital-Abo der DEWEZET? Dann melden Sie sich hier mit Ihren DEWEZET -Login an und lesen Sie den Text, ohne Ihn bei LaterPay bezahlen zu müssen.

Die Kohlmeise saß in dem unterirdischen Verlies fest. Sie war in den Schacht gefallen, schaffte es nicht, zwischen den Gitterstäben hindurchzufliegen.Eine Hamelnerin hörte das verzweifelte Piepen des hübschen Sperlingsvogels und alarmierte die Feuerwehr. Die Frau konnte den Gullydeckel nicht anheben – er war festgefroren. Oberbrandmeister Sebastian Trant und Brandmeister-Anwärter Domenik Matthies entfernten den Eisendeckel mithilfe einer Brechstange. Der Vogel harrte derweil ruhig in dem Schacht aus, er zeigte keine Angst. Vermutlich spürte das Tier, dass von den Uniformierten keine Gefahr ausgeht. „Als wir den schweren Gullydeckel hochgehebelt hatten, flog die Meise davon“, sagte Trant. „Sie war offenbar unverletzt“.

Die Hamelner Feuerwehr hat schon vielen Tieren das Leben gerettet. Sie holt Katzen von Dächern und Bäumen, befreit Schafe, die sich in Zäunen verfangen haben, fängt entwichene Schlangen und Papageien ein – und hat sogar schon einmal einen kreislaufinstabilen Elefanten künstlich beatmet.

Übrigens: Die Rettung von Menschen und Tieren aus Notlagen ist nach Angaben von Brandamtmann Eugen Steiger kostenlos. Wer die Feuerwehr in solchen Fällen ruft, muss also nicht befürchten, zur Kasse gebeten zu werden.

Oberbrandmeister Sebastian Trant und Brandmeister-Anwärter Domenik Matthies befreiten den Vogel. Foto: Leo

Im vergangenen Jahr ist die Hamelner Feuerwehr zu 35 Tierrettungseinsätzen ausgerückt.



Copyright © Deister- und Weserzeitung 2019
Texte und Fotos von dewezet.de sind urheberrechtlich geschützt.
Weiterverwendung nur mit Genehmigung der Chefredaktion.


Anzeige
Weiterführende Artikel
    Anzeige
    Anzeige
    Kommentare
    Kontakt
    Redaktion
    E-Mail: redaktion@dewezet.de
    Telefon: 05151 - 200 420/432
    Anzeigen
    Anzeigen (Online): Online-Service-Center
    Anzeigen (Telefonisch): 05151 / 200 - 666
    Abo-Service
    Abo-Service (Online): Online-Service-Center
    Abo-Service (Telefonisch): 05151 / 200 777

    Keine Zeitung bekommen? Hier zur Zustell-Reklamation.
    X
    Kontakt