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Schwerer Unfall bei Bad Münder

Opfer mehr als 90 Minuten eingeklemmt

BAD MÜNDER. Ein 54-Jähriger aus der Samtgemeinde Bodenwerder-Polle ist am Dienstagmittag auf der Kreisstraße 72 bei Bad Münder verunglückt. Der Fahrer wurde kompliziert eingeklemmt – er zog sich sehr schwere Verletzungen zu. Erst nach einer Stunde und 40 Minuten gelang es den Rettungsmannschaften der Feuerwehr Bad Münder das Opfer zu befreien.

veröffentlicht am 13.11.2018 um 16:50 Uhr
aktualisiert am 20.11.2018 um 12:04 Uhr

Notarztteams behandeln den eingeklemmten Fahrer, Feuerwehrleute befreien ihn. Foto: ube
Ulrich Behmann

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Ulrich Behmann Chefreporter zur Autorenseite
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Der von ihm gesteuerte Mercedes-Pritschenwagen prallte gegen 12.30 Uhr frontal gegen einen Baum. Durch die Wucht des Aufpralls drangen Metall- und Kunststoffteile tief in das Führerhaus ein. Der Fahrer wurde kompliziert eingeklemmt – er zog sich sehr schwere Verletzungen zu. Erst nach einer Stunde und 40 Minuten gelang es den Rettungsmannschaften der Feuerwehr Bad Münder das Opfer zu befreien. Die ganze Zeit über war der Fahrer des Klein-Lkw von zwei Notarztteams behandelt und mit verschiedenen Notfall-Medikamenten versorgt worden. Die Besatzung des in Bielefeld stationierten Rettungshubschraubers „Christoph 13“ flog den Schwerverletzten nach Hannover zur Medizinischen Hochschule.

„Schlimmer kann man einen Baum nicht treffen“, sagte Stadtbrandmeister Carsten Koch. Die Blechmassen seien sowohl von vorn als auch von der Seite nach innen gedrückt worden. „Wir haben eine Rettungsschere, hydraulische Spreizer und Stempel und einen Pedalschneider eingesetzt, zeitweise von einer Rettungsbühne aus gearbeitet. Dennoch war es nicht einfach, den Mann herauszuschneiden.“ Vorsorglich war die Feuerwehr Hachmühlen mit einem zweiten Rettungssatz zum Unfallort gerufen worden. Eine Ärztin der Deister-Süntel-Klinik und Notfallsanitäter der DRK-Wache Bad Münder behandelten das Unfallopfer. Wenig später landete ein zweites Notarztteam mit einem Hubschrauber auf einem Sportplatz in der Nähe des Kreisels. Feuerwehrleute stellten einen Halogenscheinwerfer auf. „Strahlungswärme und eine Alu-Rettungsdecke haben den Verletzten vor dem Auskühlen bewahrt“, erklärt Koch.

Der 54-Jährige sei auf der Kreisstraße 72 in Richtung Rohmel-Center gefahren, sagte Unfallermittler Jens Petersen. „Auf halber Strecke kam der Handwerker-Wagen aus bislang ungeklärter Ursache nach links von der Fahrbahn ab und prallte gegen einen Straßenbaum“, berichtet der Hauptkommissar.

„Christoph 13“ landete in der Nähe der Unfallstelle. Foto: ube
  • „Christoph 13“ landete in der Nähe der Unfallstelle. Foto: ube
Frontal gegen Baum – Metall- und Kunststoffteile sind tief ins Innere gedrückt worden. Foto: ube
  • Frontal gegen Baum – Metall- und Kunststoffteile sind tief ins Innere gedrückt worden. Foto: ube

Um 14.45 Uhr startete der Hubschrauber zu seinem Rettungsflug.



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