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Wachmann entdeckt 88-Jährigen / Polizei, Feuerwehr und Pflegedienst im Einsatz

Odyssee im Treppenhaus: Senior sperrt sich aus

HAMELN. Ein 88 Jahre alter Hamelner hat in der Nacht von Donnerstag auf Freitag mehr als acht Stunden vor seiner Wohnungstür ausgeharrt. Der Mann hatte sich gegen 17.30 Uhr aus Versehen ausgesperrt. Ein Mitarbeiter eines Sicherheitsdienstes habe den Senior gegen 2 Uhr früh im Treppenhaus eines Hauses am 164er Ring entdeckt, sagte Polizeioberkommissar Jens Petersen. Der bereits „leicht erschöpfte“ Bewohner habe sich in einer hilflosen Lage befunden und fremder Hilfe bedurft, hieß es.

veröffentlicht am 03.11.2017 um 11:48 Uhr
aktualisiert am 03.11.2017 um 20:09 Uhr

Foto: Pixabay
Ulrich Behmann

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Ulrich Behmann Chefreporter zur Autorenseite

Zunächst kümmerte sich eine Polizeistreife um den Rentner. Gegen 3 Uhr konnte er seine Wohnung betreten und endlich zu Bett gehen. Eigenen Angaben zufolge hatte sich der alte Mann bereits seit Donnerstagnachmittag bemüht, zurück in seine Wohnung zu gelangen. Die Versuche, den Hausmeister zu erreichen, waren jedoch gescheitert. „Da der Senior nicht über ausreichend Geldmittel verfügt, wollte er keinen Schlüsseldienst beauftragen“, erklärt Petersen. So harrte der alte Mann bis kurz vor 2 Uhr vor seiner Tür aus. Zum Glück kam ein Wachmann vorbei. Da der Security-Mann nicht weiterhelfen konnte, verständigte er die Polizei. Die Besatzung eines Streifenwagens kümmerte sich um den 88-Jährigen. Anfängliche Bemühungen, die Tür gewaltfrei zu öffnen, scheiterten zunächst. Daher forderte die Polizei die Feuerwehr an. Die Helfer kennen sich aus mit Notlagen dieser Art aus und haben Spezialwerkzeuge, mit denen sie Türen öffnen können. In der Zwischenzeit bot ein nahegelegenes Seniorenheim dem Hamelner einen vorübergehenden Aufenthaltsplatz an. „Noch bevor die Feuerwehr tätig wurde, konnte ein Pflegedienst ermittelt werden. Die Mitarbeiter waren im Besitz eines Zweitschlüssels“, erzählt der Oberkommissar.

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