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Am Ende war alles nur ein böser Traum

Notruf löst Großeinsatz in der Nordstadt aus

HAMELN. Ein Notruf aus einer Hamelner Arztpraxis hat am Mittwochvormittag um 8.48 Uhr einen Großeinsatz ausgelöst. Ein Dutzend Streifen-, Rettungs- und Notarztwagen fuhren innerhalb weniger Minuten mit Blaulicht und Sirene durch die Stadt. Ziel war ein Mehrfamilienhaus in der Nordstadt. Dort sollten Schüsse gefallen und eine Person verletzt sein.

veröffentlicht am 25.10.2017 um 12:24 Uhr
aktualisiert am 25.10.2017 um 14:50 Uhr

Foto: ube
Ulrich Behmann

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Ulrich Behmann Chefreporter zur Autorenseite
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In der Polizeiinspektion Hameln-Pyrmont/Holzminden trat der Führungsstab zusammen. Die Lage war zunächst unklar. „Dem Einsatzleitbeamten ist mitgeteilt worden, dass mehrere Schüsse gefallen sind und eine Person am Kopf verletzt wurde“, berichtet Oberkommissar Jens Petersen auf Anfrage der Dewezet. Man habe nicht ausschließen können, dass noch jemand mit einer Schusswaffe unterwegs ist.

Offenbar hatte eine 79 Jahre alte Hamelnerin ihren Sohn angerufen und ihm mitgeteilt, es sei geschossen und ihr Ehemann getroffen worden. Einige Details dieser Geschichte sind derzeit noch unbekannt. Aber es war wohl so: Der 49-Jährige dürfte den Hausarzt informiert haben. Als der Sohn bei seinen Eltern eintraf, stellte er fest, dass sein Vater eine Verletzung an der Schläfe hat. „Er muss in diesem Moment geglaubt haben, dass der 78-Jährige von einem Projektil getroffen wurde“, sagte Petersen. Die Ermittlungen der Polizeibeamten ergaben zum Glück rasch ein anderes Bild: „Es handelt sich um eine Schürf- und nicht um eine Schusswunde. Diese war bereits verschorft, also älteren Datums“, erklärt Petersen. Die Senioren hatte lediglich schlecht geträumt und den Albtraum für bare Münze genommen.

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