weather-image
17°
Flugzeug überschlägt sich bei Deitlevsen - Pilot unverletzt

Notlandung auf Acker

Der Pilot eines Kleinflugzeuges ist gestern Abend mit der Maschine auf einem Feld in der Nähe von Deitlevsen notgelandet. Nach dem Aufsetzen überschlug sich das Ultraleichtflugzeug. Der 35 Jahre alte Pilot – er saß allein in der Maschine – blieb unverletzt.

veröffentlicht am 05.10.2017 um 20:30 Uhr
aktualisiert am 06.10.2017 um 09:30 Uhr

AAE3A06E-67BD-4329-A27F-9C1BEFEDA750.jpg
Frank Neitz

Autor

Frank Neitz Reporter / Fotograf zur Autorenseite

Kurz vor 18.30 Uhr setzte die Maschine des Herstellers „Dyn’Aero“ auf einem abgeernteten Feld etwa 250 Meter oberhalb der Kreisstraße 41 auf. Auf dem durchnässten Boden konnte das Flugzeug nicht ausrollen – die Räder drückten sich ins Erdreich. Das Kleinflugzeug bremste abrupt ab, drehte sich, krachte auf den Acker, wo es auf dem Dach liegend zum Stehen kam. Einer der drei Propellerflügel bohrte sich ins Erdreich – ein anderer brach ab. Die gläserne Kuppel zerbarst. Teile des Fahrwerks rissen ab. Der Mann konnte sich selbst aus dem Flugzeug befreien, setzte einen Notruf ab und ging eintreffenden Rettungskräften entgegen.

Er habe Glück gehabt. Ihm sei nichts passiert, teilten Polizeibeamte am Abend mit. „Wir haben den Piloten unten an der Straße getroffen und sind mit ihm in Richtung des Flugzeugs gefahren“, sagte der ermittelnde Polizeikommissar Blumenstiel. Über die verunglückte Landung wollte der in Bad Oeynhausen wohnende Flieger nichts erzählen. „Das habe ich jetzt schon zweimal gesagt, auch der Polizei“, meinte der 35-Jährige. Was er sagt ist, dass er nicht wegen des Sturms notgelandet sei. Den würde man oben nicht spüren, meinte der Bad Oeynhausener. Die Maschine soll um 16.22 Uhr in Leipzig gestartet sein. Ziel des Fluges sei Porta Westfalica gewesen, habe der Pilot den Beamten zu Protokoll gegeben. Auch, dass er sich vor dem Abflug über die Wetterlage informiert habe. „Da sei ihm bereits eine ruhigere Wetterlage in der Region gemeldet worden“, berichtete der Kommissar.

Turbulenzen in der Luft sollen nicht zur vorzeitigen Landung geführt haben. Vielmehr soll der Motor mehrmals ausgesetzt haben „Der Pilot hat uns erzählt, dass es Probleme mit dem Motor gab. Der soll immer wieder ausgegangen sein, konnte aber wieder gestartet werden. Dann hat der Mann sich für die Notlandung entschieden“, so der Polizeikommissar. Nach der missglückten Notlandung rückte auch die Feuerwehr aus. Die Einatzkräfte leuchteten die Unfallstelle aus und kontrollierten, ob Sprit aus der Maschine gelaufen war. Geborgen werden konnte das Flugzeug gestern Abend noch nicht. An der Maschine soll ein Totalschaden entstanden sein.

Feuerwehrkräfte stehen am Ultraleichtflugzeug. Foto: fn
  • Feuerwehrkräfte stehen am Ultraleichtflugzeug. Foto: fn
Weiterführende Artikel
    Anzeige
    Kommentare