weather-image
Polizei und Rettungsdienst im Dauereinsatz / Schwerpunktkontrolle am Nienstedter Pass

Neun Verletzte nach Kradunfällen

WESERBERGLAND. Die Sonne strahlte vom Himmel, die Temperaturen kletterten deutlich über die 20-Grad-Marke – das lockte am Wochenende zahlreiche Biker auf die Straßen des Weserberglands. Manch eine Fahrt endete jedoch im Krankenhaus.

veröffentlicht am 09.04.2018 um 16:52 Uhr
aktualisiert am 09.04.2018 um 20:50 Uhr

Bei diesem Verkehrsunfall auf der Südstraße in Bad Pyrmont wurden sowohl der Auto- als auch der Motorradfahrer verletzt. Foto: POLIZEI
Ulrich Behmann

Autor

Ulrich Behmann Chefreporter zur Autorenseite
Weiterlesen für 20 Cent oder mit Ihrem Digital-Abo
Sie haben bereits ein Digital-Abo der DEWEZET? Dann melden Sie sich hier mit Ihren DEWEZET -Login an und lesen Sie den Text, ohne Ihn bei LaterPay bezahlen zu müssen.

Nach Angaben der Polizeiinspektion Hameln/Holzminden gab es „einige Unfälle“, an denen Motorradfahrer beteiligt waren. Neun Menschen, darunter acht Kradfahrer, wurden verletzt. Auf der Landesstraße 401, die hinauf zum Nienstedter Pass führt, überwachten Polizeibeamte den Verkehr. An Sonn- und Feiertagen gilt dort nämlich ein Fahrverbot für Motorräder. Das schöne Wetter und der erste freie Sonntag im April, einem Monat, in dem viele Saisonzulassungen wieder gültig werden, hätten insgesamt zu einem hohen Aufkommen an motorisierten Zweiradfahrern geführt, hieß es. So auch auf dem Pass, auf dem während einer sogenannten Schwerpunktkontrolle „diverse Fahrzeugführer“ verbotswidrig unterwegs gewesen seien. Die Verstöße wurden geahndet. Andernorts waren Polizisten und Retter bei Verkehrsunfällen im Einsatz.

Die „Risikogruppe Kradfahrer“ (O-Ton Inspektion) stehe auch in diesem Jahr im Fokus der „polizeilichen Verkehrssicherheitsarbeit“, hatte die Inspektion bei der Vorstellung der Unfallstatistik vor Ostern mitgeteilt. Grund: Nachdem die Zahl der Verkehrsunfälle mit Kradfahrer-Beteiligung im Jahr 2016 von 254 auf 242 zurückgegangen war, blieb diese Zahl im Jahr 2017 mit 243 nahezu gleich. Im vergangenen Jahr waren vier Motorradfahrer (alle im Landkreis Holzminden) bei Verkehrsunfällen ums Leben gekommen. 2016 waren drei Tote zu beklagen. Die Zahl der schwer verletzten Kradfahrer hingegen reduzierte sich um 17 auf 51 (minus 25 Prozent). Dies ist der niedrigste Wert seit 2013.

Am Samstagnachmittag gegen 15.40 Uhr stürzte in Hameln auf dem Thiewall/Ecke Saint-Maur-Platz ein Motorradfahrer aus dem Landkreis Schaumburg, der der Besatzung eines mit Blaulicht und Sirene herannahenden Rettungswagens Platz verschaffen wollte. Beim Ausweichen stürzte der 52-Jährige jedoch mit seiner Yamaha und verletzte sich dabei. Er wurde in ein Krankenhaus gebracht. Das Motorrad sei gegen einen geparkten Audi gerutscht und habe den Wagen beschädigt, sagte Hauptkommissar Jens Petersen.

Gegen 17.20 Uhr fuhr ein Motorradfahrer in Hachmühlen gegen das Heck eines Ford Fiesta, der vor einer roten Ampel stand. Der Kradfahrer (52) aus Hannover wurde zum Glück nur leicht verletzt.

Gleich zwei Motorräder waren an einem Unfall beteiligt, der sich am Sonntag gegen 15.30 Uhr auf der Landesstraße 580 bei Golmbach (Landkreis Holzminden) ereignete. Ein 22-jähriger Suzuki-Fahrer aus dem Landkreis Northeim war von Rühle in Richtung Golmbach unterwegs. In einer Kurve geriet die SV 650 auf die Gegenfahrbahn, auf der ein 19-Jähriger (ebenfalls aus dem Bereich Northeim) mit einer Aprilia in Richtung Rühle unterwegs war. Um eine Kollision zu verhindern, wichen die beiden Fahrer aus. Die Männer verloren die Kontrolle über ihre Maschinen. Sie zogen sich Verletzungen zu, mussten mit Rettungswagen in eine Klinik gebracht werden.

Nur 40 Minuten später krachte es erneut – diesmal auf der Bundesstraße 442 bei Bad Münder. Das Motorrad eines 51-Jährigen aus dem Landkreis Schaumburg fuhr in Richtung Lauenau. „Die BMW geriet aus bislang ungeklärter Ursache beim Anfahren hinter einer Ampelkreuzung ins Schlingern, schaukelte sich auf und kippte schließlich auf die Seite“, sagte Petersen. Beim Sturz wurden sowohl der Fahrer als auch seine 52-jährige Sozia verletzt.

Gegen 19.25 Uhr bremste vor einem Zebrastreifen auf der Lortzingstraße in Bad Pyrmont eine Ducati-Fahrerin (52) abrupt ab, da ein zwölfjähriger Junge mit einem Fahrrad über den Fußgängerüberweg fuhr. Die Pyrmonterin stürzte zu Boden. Sie wurde mit einem Rettungswagen in ein Krankenhaus gefahren – sie konnte die Klinik nach ambulanter Behandlung wieder verlassen. „Das Kind fuhr nach dem Unfall zunächst mit dem Fahrrad davon, konnte aber nachträglich ermittelt werden“, sagte Petersen.

Ebenfalls in Bad Pyrmont, aber bereits gegen 14.30 Uhr, kam es zu einem Verkehrsunfall, bei dem zwei Menschen verletzt wurden. „Ein 19-jähriger Golf-Fahrer fuhr auf der Südstraße in Richtung Bahnhofstraße. Vor dem Zebrastreifen Höhe Wellenbad musste er anhalten“, schildert Petersen die Situation. Ein Motorradfahrer (60) aus Herford erkannte die Situation zu spät und fuhr mit seiner Triumph gegen das Heck des VW Golf. Er und der Autofahrer mussten ins Krankenhaus eingeliefert werden.



Copyright © Deister- und Weserzeitung 2018
Texte und Fotos von dewezet.de sind urheberrechtlich geschützt.
Weiterverwendung nur mit Genehmigung der Chefredaktion.


Anzeige
Weiterführende Artikel
    Anzeige
    Anzeige
    Anzeige
    Kommentare

    Kontakt

    Redaktion
    E-Mail: redaktion@dewezet.de
    Telefon: 05151 - 200 420/432
    Anzeigen
    Anzeigen (Online): Online-Service-Center
    Anzeigen (Telefonisch): 05151 / 200 - 666
    Abo-Service
    Abo-Service (Online): Online-Service-Center
    Abo-Service (Telefonisch): 05151 / 200 777

    Keine Zeitung bekommen? Hier zur Zustell-Reklamation.
    X
    Kontakt