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Medizinische Notfälle, Brandalarme und ein Wasserschaden

Nächtlicher Knall löst Suchaktion aus

Mehr als 30 Rettungs-, Hilfeleistungs- und Brandalarmen, zu denen allein die Männer der Wachschicht 3 der Feuerwehr Hameln innerhalb von 24 Stunden ausgerückt sind. Das war der Grund, warum am Samstag so häufig Sirenen zu hören waren.

veröffentlicht am 18.02.2018 um 14:23 Uhr

Über eine Leiter steigt ein Feuerwehrmann in die Wohnung ein, in der ein Rauchmelder piept. Foto: leo
Ulrich Behmann

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Ulrich Behmann Chefreporter zur Autorenseite
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HAMELN. Sonntag, 1.05 Uhr. Eine Hamelnerin, die am Jägerpfad wohnt, wählt den Notruf 110. Dem Einsatzleitbeamten der Polizei berichtet die Frau, sie habe erst einen aufheulenden Motor, dann quietschende Reifen und kurz danach einen lauten Knall gehört. Die Geräusche seien wohl aus dem Bereich Riepenstraße gekommen. Der Anruf löst eine große Suchaktion aus, an der sich alle verfügbaren Streifenwagen-Besatzungen beteiligen. Auch ein Rettungswagen und ein Hilfeleistungslöschfahrzeug der Hamelner Feuerwehr rücken aus. Stundenlang fahren Polizisten Straßen ab, sie leuchten in Gärten, suchen nach frischen Beschädigungen an Bäumen, Zäunen und Gebäuden – ohne Erfolg. Die Helfer treibt die Sorge um, dass irgendwo ein Wrack steht und darin ein Mensch sitzt, der Hilfe benötigt – zumal das Thermometer minus 3 Grad zeigt. Nach längerer Zeit wird die Suchaktion abgebrochen. Einer von mehr als 30 Rettungs-, Hilfeleistungs- und Brandalarmen, zu denen allein die Männer der Wachschicht 3 der Feuerwehr Hameln innerhalb von 24 Stunden ausgerückt sind. 28 der 32 Fahrten waren Notarzt- und Rettungswagen-Einsätze. Oft ging es um Leben und Tod. Das war der Grund, warum am Samstag so häufig Sirenen zu hören waren. Für die Feuerwehrleute gab es aber auch noch andere Gründe, die Wache zu verlassen. Am Samstag gegen 12.45 Uhr wurden die Männer zur Deisterallee gerufen. Nach einem Wasserschaden in der zweiten Etage eines Wohn- und Geschäftshauses mussten Experten das Schloss einer Wohnungstür auffräsen. Wasser war durch die bereits durchnässte Zimmerdecke einer Wohnung in der ersten Etage getropft. Die Mieterin hatte die Feuerwehr um Hilfe gebeten. Vermutet werde ein Rohrbruch in der Heizungsanlage, sagte Hauptbrandmeister Karl Friedrich Coerdt. In der oberen Wohnung habe das Wasser unter dem Laminat gestanden. Ob sich unter dem Bodenbelag eine Lehmschlagdecke befindet, sei nicht bekannt.

Knapp zwei Stunden später war der komplette Löschzug gefordert. In einem Haus an der Pyrmonter Straße piepte ein Rauchmelder. Die Erkundung ergab: kein Feuer, nur Rauch, der aus einer Bratpfanne aufgestiegen war.

Gegen 19.30 Uhr benötigte der Rettungsdienst des Deutschen Roten Kreuzes in Klein Berkel Unterstützung. Die Besatzung des Hilfeleistungslöschfahrzeugs leistete Tragehilfe bei einem medizinischen Notfalleinsatz.

Der Löschzug der Hamelner Feuerwehr ist an der Schlachthofstraße eingetroffen. Ein Trupp holt eine Leiter vom Fahrzeug. Foto: leo
  • Der Löschzug der Hamelner Feuerwehr ist an der Schlachthofstraße eingetroffen. Ein Trupp holt eine Leiter vom Fahrzeug. Foto: leo

Um 7.25 Uhr löste die Brandmeldeanlage eines Seniorenheims an der Fischbecker Straße Feueralarm aus. Die Erkundung der zunächst unklaren Lage ergab: „In der Küche wurde gerade Gulasch angebraten. Die Dünste haben einen Rauchmelder ausgelöst“, sagte Hauptbrandmeister Bodo Kauert. Vier Stunden später fuhren Feuerwehr und Polizei zum Viktoria-Luise-Gymnasium. „Dort war eine Sabotagemeldung aufgelaufen. Wir haben nach dem Rechten geschaut, konnten aber keinen Grund dafür erkennen“, sagte Kauert.

Bereits am Freitagabend gegen 20.45 Uhr war der Löschzug mit Blaulicht und Sirene zur Schlachthofstraße gefahren – in einem Mehrfamilienhaus piepte ein Rauchmelder. Ein Anwohner hatte die schrillen Töne auf der Straße gehört und die Feuerwehr gerufen. Die Männer stellten eine Leiter an, öffneten ein auf Kipp stehendes Fenster und verschafften sich auf diese Weise Zugang zu der Wohnung. „Zum Glück hat es nicht gebrannt“, sagte Einsatzleiter Ulf Magerhans nach der Erkundung. Unklar ist, wodurch das Gerät aktiviert wurde.



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