weather-image
20°
Er war mit einer Frau und einem Kleinkind unterwegs / Opfer muss in Klinik

Nackter greift grundlos Fußgänger an

Hameln. Ein splitternackter Mann, der sich in Begleitung einer bekleideten Frau und eines Kleinkindes befand, hat am frühen Sonntagmorgen auf der Hamelner Kaiserstraße grundlos einen Fußgänger angegriffen und verletzt. Das Opfer zog sich nach Angaben der Polizei Gesichtsverletzungen zu. Es wurde mit einem Rettungswagen ins Krankenhaus eingeliefert.

veröffentlicht am 30.05.2016 um 12:28 Uhr
aktualisiert am 31.10.2016 um 13:12 Uhr

sddsd
Ulrich Behmann

Autor

Ulrich Behmann Chefreporter zur Autorenseite

Der sonderbare Vorfall habe sich gegen 6.40 Uhr in Höhe einer Eisdiele ereignet, sagte Oberkommissar Jens Petersen am Montag. Der „äußert aggressive Täter“ konnte wenig später von Polizeikräften überwältigt werden.
Der Attackierte, ein 39-Jähriger aus Aerzen, war zu früher Stunde auf einem Gehweg unterwegs, als er von dem entkleideten Mann angesprochen wurde. Der Nackte wollte wissen: „Glaubst du an Jesus?“ Als der Gefragte nicht sofort antwortete, schubste der Entkleidete den Aerzener zunächst gegen eine Terrasseneinfriedung aus Glas und schlug ihn dann mehrmals mit der Faust ins Gesicht.
Jemand verständigte über Notruf die Leitstelle der Polizei. Als die erste Streifenwagen-Besatzung den Tatort erreichte, soll sich der 42 Jahre alte Hannoveraner „sofort in bedrohlicher Haltung“ vor den Beamten aufgebaut haben. Dabei schrie er wiederholt, er sei Jesus und man sollte ihn gefälligst als Michael Jackson ansprechen. Die Beamten versuchten vergeblich, beruhigend auf den offenbar verwirrten Mann einzuwirken. „Er hat plötzlich seine Fäuste geballt und ist auf die Kollegen losgegangen“, erzählt Petersen. Den Polizeibeamten sei es mithilfe von Unterstützungskräften gelungen, den Angreifer auf den Boden zu bringen und dort zu fesseln, hieß es.
Der Tatverdächtige wurde zur Dienststelle gebracht und dort von einer Ärztin untersucht. Aufgrund psychischer Auffälligkeiten sei der Mann in eine psychiatrische Fachklinik eingewiesen worden, sagte der Oberkommissar im Gespräch mit der Dewezet.
Der Nackte war in Begleitung einer Frau. Die 41-Jährige aus Hannover hatte einen Kinderwagen dabei, in dem ein zweijähriger Junge lag. „Da die Frau „psychisch auffällig“, aber nicht aggressiv war, wurde sie mit ihrem Einverständnis in eine Fachklinik für Psychiatrie eingewiesen.“ Das Kleinkind sei in die Obhut des Kreisjugendamtes gegeben worden, hieß es. Der Junge sei nicht das leibliche Kind der der Frau und des Mannes, sagte Petersen. „Vermutlich handelt es sich um den Sohn eines Verwandten“, sagte Petersen. Die Ermittlungen würden fortgesetzt. Man habe weder den Nackten noch die Frau richtig befragen können. „Die Verständigung gestaltete sich etwas schwierig.“

Weiterführende Artikel
    Anzeige
    Kommentare