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Hotelmitarbeiter bei Überfall verletzt / Räuber sprüht mit Reizgas

Nachtportier mit Schusswaffe bedroht

HAMELN. Raubüberfall in einer Hamelner Hotellobby: Ein Maskierter hat am frühen Sonntagmorgen den Nachtportier im Hotel Stadt Hameln mit einer Schusswaffe bedroht und einen größeren Geldbetrag erbeutet. Vor seiner Flucht verletzte der Unbekannte den Mitarbeiter. Eine Fahndung nach dem Räuber blieb erfolglos.

veröffentlicht am 17.07.2016 um 17:41 Uhr
aktualisiert am 31.10.2016 um 13:00 Uhr

Frank Neitz

Autor

Reporter / Fotograf zur Autorenseite

Durch einen Nebeneingang betrat der Kriminelle gegen 5.20 Uhr die Empfangshalle des Vier-Sterne-Hotels am Münsterwall. Der Mann – er hatte sich eine Sturmhaube mit Sehschlitzen über den Kopf gezogen – trat dem diensthabenden Nachtportier entgegen.

In einer Hand hielt der Unbekannte eine Schusswaffe. Der Verbrecher machte schnell deutlich, was er wollte: Geld. Dem Hotelmitarbeiter blieb keine andere Wahl – der 36-Jährige musste den Forderungen des Täters nachkommen. Der Überfallene steckte einen dreistelligen Eurobetrag in eine vom Verbrecher mitgebrachte Plastiktüte.

Obwohl das Opfer die Beute unverzüglich herausrückte, wurde es vom Täter vor dessen Flucht schwer verletzt. Der Täter sprühte seinem Opfer eine Ladung Reizgas ins Gesicht, floh dann zu Fuß in eine unbekannte Richtung.

Unmittelbar nach dem eingegangenen Notruf fuhren alle in Hameln verfügbaren Streifenwagen in Richtung Tatort. Trotzdem blieb eine umfangreiche Fahndung nach dem Flüchtenden erfolglos. Der Mann hatte sich absetzen können. Der an den Augen verletzte Portier wurde zunächst zur Erstversorgung in eine Hamelner Klinik transportiert. Später wurde er in eine Fachklinik für Augenverletzungen verlegt.

Warum tauchte der Täter im Morgengrauen im Hotel auf und nutzte nicht die Dunkelheit in der Nacht für sein kriminelles Vorgehen? Wollte er sichergehen, dass die letzten Nachtschwärmer unter den Hotelgästen in ihren Betten lagen? „Darüber können wir nichts sagen, das wären reine Spekulationen“, sagte ein Ermittler.

Sicher ist dagegen, dass der Unbekannte die im Torhaus des ehemaligen Hamelner Gefängnisses eingerichtete Lobby durch eine in einen Innenhof führende Seitentür betrat. Da im Hof alle Außentore verschlossen waren, muss der Täter offenbar über einen Zaun geklettert sein.

Für Hotelchefin Gabriele Güse sei die Tat nicht nachvollziehbar. „Das ist schon schwer genug, dass er meinen Mitarbeiter überfallen hat. Aber dann hatte der doch schon, was der wollte“, machte sich Güse nach dem Reizgasangriff Sorgen um ihren Mitarbeiter.

Der Täter konnte von seinem Opfer beschrieben werden. Er soll 25 bis 30 Jahre alt und 1,80 bis 1,90 Meter groß sein. Er hat eine schlanke Figur und war dunkel gekleidet. Der Unbekannte soll akzentfreies Hochdeutsch gesprochen haben. In welche Richtung der Räuber flüchtete, bekam der Nachtportier nach der Reizgasattacke nicht mit.

Hinweise zur Tat nimmt die Polizei Hameln unter der Telefonnummer 05151/933-222 entgegen.



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