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Autofahrerin (32) verunglückt auf Parkplatz

Nach Unfall stößt Polizei auf Cannabis

HESSISCH OLDENDORF. Was zunächst nach einem reinen Routineeinsatz aussah, entwickelte sich für Polizeibeamte am vergangenen Montag zu einem länger dauernden Einsatz. Nach einem Parkplatzunfall, bei dem die Verursacherin offenbar unter Drogeneinfluss stand, stießen Ermittler bei einer anschließenden Wohnungsdurchsuchung auf Rauschmittel.

veröffentlicht am 05.10.2017 um 19:26 Uhr

In der Wohnung der Unfallverursacherin fanden Polizisten eine Cannabispflanze. Symbolfoto: dpa
Frank Neitz

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Frank Neitz Reporter / Fotograf zur Autorenseite
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Es begann mit einem Unfall auf dem Parkplatz eines Discounters an der Welseder Straße. Beim Rückwärtsfahren soll eine 32-jährige Hessisch Oldendorferin mit einem VW Golf gegen ein geparktes Auto gestoßen sein, teilte ein Anrufer der Polizei mit. Schaden: rund 1000 Euro.

Während der Unfallaufnahme bemerkten Streifenbeamte bei der Frau körperliche Auffälligkeiten, die auf Drogenkonsum hindeuteten. Ein Schnelltest habe positiv auf Amphetamine sowie THC- und kokainhaltige Substanzen reagiert, teilte Polizeisprecher Jens Petersen mit.

Der 32-Jährigen wurde auf der Dienststelle eine Blutprobe entnommen. Auf der Polizeistation habe die Frau zunächst falsche Angaben zu ihrer Person gemacht, so der Polizeioberkommissar. Wohl nicht ohne Grund: Es sollte sich herausstellen, dass die Unfallverursacherin keinen Führerschein besitzt.

Bei einer richterlich angeordneten Durchsuchung der Wohnung haben Kripobeamte geringe Mengen Drogen, eine Cannabispflanze sowie Konsumutensilien gefunden, heißt es von der Polizei.. Die Beamten leiteten gleich mehrere Strafverfahren gegen die Hessisch Oldendorferin ein.

„Im Moment gewinnt man den Eindruck, dass das Fahren unter Drogeneinfluss zunimmt“, sagte Petersen auf Anfrage der Dewezet. Auch der Fahrer eines Autos, das in der Nacht zu gestern in Bückeburg verunglückte, soll unter Drogeneinfluss gefahren sein. Der Mann entzog sich einer Verkehrskontrolle und flüchtete vor der Polizei. Während Cannabis mittlerweile als medizinisches Produkt erworben werden kann, gibt es im Straßenverkehr keine Liberalisierung. Die Kombination Kiffen und Autofahren ist weiterhin verboten.

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