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Twingo-Besatzung soll Blaulicht missbraucht haben

Nach tödlichem Verkehrsunfall: Haftbefehle beantragt

Petershagen. Nach dem schweren Verkehrsunfall auf der B 482 bei Petershagen-Seelenfeld hat die Staatsanwaltschaft Haftbefehle gegen zwei Unfallbeteiligte beantragt. Sie sollen vor dem Unfall ein Blaulicht missbraucht haben. Bei der Kollision zwischen zwei Fahrzeugen und einem Lkw sind am Mittwochabend vier Menschen getötet und drei verletzt worden.

veröffentlicht am 27.05.2016 um 17:12 Uhr
aktualisiert am 26.10.2016 um 08:49 Uhr

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Die polizeilichen Ermittlungen nach dem schweren Verkehrsunfall von Mittwochabend auf der B 482 bei Petershagen-Seelenfeld (wir berichteten) laufen weiterhin auf Hochtouren. So vernahmen Spezialisten des Verkehrskommissariats am Donnerstag und Freitag die beteiligte Lkw-Fahrerin sowie Zeugen eines Autos, welches an dem Abend ebenfalls auf der B 482 in Richtung Wasserstraße fuhr. Weil bei dem Unfall vier Menschen getötet wurden, prüfte die Polizei Haftgründe gegen die Insassen des unfallbeteiligten Renaults. Die Staatsanwaltschaft Bielefeld hat am Freitag beim Amtsgericht Minden Haftbefehle gegen die beiden beantragt.

Nach dem derzeitigen Ermittlungsstand war der Renault nach Zeugenaussagen schon vorher aufgefallen. So sollen die Insassen des Twingo bei einem vorangehenden Überholvorgang eines anderen Fahrzeugs missbräuchlich ein Blaulicht benutzt haben. Dies soll der Beifahrer während der Fahrt eingeschaltet aus dem Fenster gehalten haben. Die an dem Unfall beteiligte Lkw-Fahrerin (46) konnte keine Angaben zu einem Blaulicht machen. Das Blaulicht selbst wurde aber im Renault aufgefunden.

Auch an der Unfallstelle führte die Polizei in Zusammenarbeit mit der DEKRA am Freitag weiterführende Ermittlungen durch. So wurde die Unfallstelle zusätzlich bei Tageslicht fotografisch vermessen. Hierzu war die B 482 ab Mittag für mehrere Stunden in beide Fahrtrichtungen komplett gesperrt. Der Verkehr wurde abgeleitet.

Die Polizei sucht nun Zeugen, denen die Insassen des blauen Renault Twingo ebenfalls aufgefallen sind. Hinweise dazu können unter der Telefonnummer 05 71/88 66-0 gegeben werden. red

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