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Mann zerkratzt Autolack – im Wagen des Opfers liegen Schreckschusspistole und Dolch

Nach Schlägerei: Polizei leitet zehn Verfahren ein

Emmerthal. Am Samstagabend kam es an der Hauptstraße in Kirchohsen zu einer Schlägerei, in deren Folge insgesamt zehn Verfahren eingeleitet wurden. Es gab Anzeigen wegen Sachbeschädigungen, wegen Körperverletzung, wegen Bedrohung und Verstöße gegen das Waffengesetz. Die Ermittlungen dauern an.

veröffentlicht am 23.02.2016 um 08:17 Uhr
aktualisiert am 31.10.2016 um 14:27 Uhr

Ulrich Behmann

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Chefreporter zur Autorenseite

Nach der Schlägerei auf der Hauptstraße in Kirchohsen am Samstagabend, hat die Polizei zehn Verfahren eingeleitet. Gegen 20.35 Uhr hatte ein Mann (42) aus Emmerthal den Lack eines geparkten Fahrzeuges zerkratzt. Was der Täter nicht ahnte: In dem Wagen saß der Halter.  
 Der junge Emmerthaler (23), stieg aus und stellte den „Autokratzer“ zur Rede. Es kam zu einem Wortgefecht und zu Handgreiflichkeiten. „Im weiteren Verlauf der Auseinandersetzung sind weitere Personen hinzugekommen, so dass es zu tätlichen Auseinandersetzungen gekommen ist“, sagte am Montag Oberkommissar Jens Petersen.
 Einzelne Beteiligte seien bei der tumultartigen Begegnung nach dem derzeitigen Kenntnisstand der Polizei in Würgegriff genommen, mit Fäusten ins Gesicht geschlagen, mit angebrochenen Besenstielen angegriffen und mit Messern bedroht worden. Der Autobesitzer und mindestens drei weitere Leute seien leicht verletzt worden.
 Fünf Streifenwagenbesatzungen aus zwei Landkreisen fuhren zum Tatort. Neben den Anzeigen wegen Sachbeschädigungen und wegen der Körperverletzungsdelikte musste die Polizei Verfahren wegen Bedrohung und Verstöße gegen das Waffengesetz einleiten. Ein 42 Jahre alter Mann hatte ein Einhandmesser dabei.
 Im Fahrzeug des 23-Jährigen wurden unter anderem eine Schreckschusspistole und ein Dolch entdeckt.
 Bei der Durchsuchung eines anderen Mannes sei ein Betäubungsmittel (möglicherweise Kokain) entdeckt worden, so dass gegen den 32-Jährigen ein Verfahren wegen Verstoßes gegen das Betäubungsmittelgesetz eingeleitet wurde. Bei einem Beschuldigten wurde „aufgrund seiner deutlichen Alkoholbeeinflussung“ die Entnahme einer Blutprobe angeordnet – der 19-Jährige musste in einer Polizeizelle bleiben.
 Insgesamt seien sieben Strafverfahren und drei Ordnungswidrigkeitenverfahren eingeleitet worden, sagte Petersen. Die Ermittlungen dauern an.



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