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Nach Schlägerei am Bahnhof - Verdächtiger bespuckt Zivilfahnder

Hameln. Zivilfahnder sind von einem polizeibekannten Mann aus dem Drogenmilieu attackiert und bespuckt worden. Nach einer Schlägerei am Bahnhofsvorplatz hatten die Beamten nach dem mutmaßlichen Täter Ausschau gehalten, ihn an der Tunnelstraße aufgespürt und gestoppt. Doch der 35-Jährige wollte sich nicht festnehmen lassen – er leistete Widerstand.

veröffentlicht am 11.01.2016 um 12:55 Uhr
aktualisiert am 31.10.2016 um 14:55 Uhr

Ulrich Behmann

Autor

Chefreporter zur Autorenseite

Begonnen hatte alles am Samstagmittag gegen 12.15 Uhr am Bahnhof. Der Tatverdächtige und ein 30-Jähriger gerieten mit einem Mann (36) aus Hessisch Oldendorf in Streit. Irgendwann eskalierte die Situation: Der 35-Jährige und der 30-Jährige sollen mit Fäusten auf den Älteren eingeschlagen haben. Als das Opfer auf dem Boden lag, wurde es getreten. Jemand rief die Polizei. Fahndern ging der 35 Jahre alte Tatverdächtige ins Netz. Als sich die Beamten in Zivil auswiesen, griff der Mann provokativ mit einer Hand in seine Jacke, unter der sich - als Ausbeulung erkennbar – ein Gegenstand befand. Da der Verdächtige keiner polizeilichen Anweisung nachkam, wurde er in einem günstigen Moment mit Gewalt auf den Boden gebracht und dort fixiert. Unter seiner Jacke befanden sich nicht etwa Waffen, sondern Bierflaschen. Der Mann habe „aktiv Widerstand“ geleistet, als er zum Streifenwagen gebracht wurde. Im Fahrzeug habe er die Beamten in einer unverständlichen Sprache beschimpft, sagte Oberkommissar Jens Petersen. „Zudem versuchte der Beschuldigte, die Kollegen zu bespucken. Er traf Hose und Schuhe der Zivilbeamten.“ Weitere Spuckattacken seien durch eine sogenannte Spuckmaske, die ihm aufgesetzt wurde, verhindert worden. Im Zellentrakt der Polizeidienststelle versuchte der Mann, die Beamten zu treten. Er habe sie beschimpft und beleidigt.

Der Tatverdächtige soll unter dem Einfluss von Betäubungsmitteln und Alkohol gestanden haben – ein von der Polizei angeforderter Arzt entnahm ihm eine Blutprobe. Nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen musste der mutmaßliche Gewalttäter in der Zelle bleiben. Gegen den Aggressor werde wegen Körperverletzung, Beleidigung und Widerstands gegen Polizeibeamte ermittelt. Auch das Opfer muss strafrechtliche Konsequenzen fürchten: Bei dem Niedergeschlagenen wurden Drogen gefunden.



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