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Flüssigkeit war Salzsäure

Nach Säureangriff: 51-jähriger Mindener in Psychiatrie

MINDEN. Nach dem Säureangriff auf eine 44-jährige Frau auf offener Straße in Minden am Mittwoch vergangener Woche befindet sich der mutmaßliche Täter, ein 51-jähriger Mindener, nun in einer psychiatrischen Fachklinik. Die Ermittler wissen mittlerweile, dass es sich bei der von dem Mann benutzten ätzenden Flüssigkeit um 30-prozentige Salzsäure handelte.

veröffentlicht am 04.04.2018 um 16:20 Uhr
aktualisiert am 04.04.2018 um 20:11 Uhr

In einer Hecke am Tatort versteckt: Polizeibeamte haben die Flasche mit der Salzsäure, die bei der Attacke auf die Frau benutzt wurde, sichergestellt. Foto: Polizei

Die benutzte Salzsäure ist frei im Handel erhältlich. Die von dem Mindener benutzte Flasche entdeckten Polizeibeamte wenig später in einer Hecke versteckt.

Bevor die Polizei die Akten der Staatsanwaltschaft übermittelt, stehen für die Ermittler aber noch einige Zeugenvernehmungen an. So sollen allen voran zwei Autofahrer gehört werden, die auf die Situation an der Ecke Hahler Straße/Alte Sandtrift aufmerksam wurden. Auch die Ehefrau des 51-Jährigen soll noch vernommen werden.

Wie bereits berichtet, hatte es am Mittwochmorgen zunächst einen Streit zwischen der Frau und dem Mann gegeben. Beide sollen seit längerer Zeit befreundet gewesen sein. Als sich die 44-Jährige danach zu Fuß auf den Heimweg begab, griff der 51-Jährige in seinem Haus zu der Säureflasche, setzte sich auf sein Fahrrad und fuhr der Frau nach. Dann schüttete er einen Teil der Flüssigkeit in Richtung der Frau. Weil es ihr jedoch gelang, geistesgegenwärtig die Jacke hochzuhalten, erlitt sie zum Glück nur leichte Verletzungen. Die 44-Jährige wurde vor Ort mit Wasser gesäubert und von Sanitätern versorgt.

Polizisten konnten den 51-Jährigen anschließend in der Umgebung festnehmen. Er hatte sich geständig gezeigt und sein Handeln bedauert. In Absprache mit der Staatsanwaltschaft war er nach seiner Vernehmung zunächst wieder auf freien Fuß gesetzt worden, da keine Haftgründe vorlagen. Gegen den Beschuldigten wird wegen des Vorwurfes der gefährlichen Körperverletzung ermittelt. red



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