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Identität des Radfahrers geklärt / Neue Ermittlungsergebnisse

Nach LKW-Unfall: Unfallopfer außer Lebensgefahr

BENSTORF. Der Fahrradfahrer, der am Mittwochnachmittag auf der Bundesstraße 1 in der Ortsdurchfahrt Benstorf von einem Lastzug erfasst und nach Angaben der Polizei noch am Unfallort reanimiert wurde, schwebt nicht mehr in Lebensgefahr.

veröffentlicht am 06.06.2019 um 11:08 Uhr
aktualisiert am 13.06.2019 um 12:29 Uhr

Spurensicherung auf der B1 in Benstorf. Mit gelben Nummerntafeln, rot-weißen Kegeln und Kreide hat Unfallursachenermittler Jens Petersen die Stelle markiert, an der der Mountainbike-Fahrer von einem Lastzug überrollt wurde. Foto: Polizei
Ulrich Behmann

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Ulrich Behmann Chefreporter zur Autorenseite
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Das teilte Hauptkommissar Christian Ohm vom Polizeikommissariat Bad Münder am frühen Donnerstagmorgen mit. Der Schwerstverletzte war mehr als eine Stunde lang in Benstorf von zwei Notarztteams behandelt und danach mit einem Rettungshubschrauber zur Medizinischen Hochschule nach Hannover geflogen worden (wir berichteten). In der Nacht sei es gelungen, die Identität des Radfahrers zweifelsfrei zu klären, sagte Ohm. Es handelt sich um einen 62 Jahre alten Mann aus Hamburg. Der behandelnde Arzt teilte den Ermittlern mit, das Unfallopfer habe schwerste Verletzungen davongetragen und sei notoperiert worden.

Der Radfahrer war nach Erkenntnissen der Polizei gegen 13.40 Uhr unter den in Richtung Hildesheim fahrenden Lastzug geraten. „Der Mann fuhr entgegengesetzt zur Fahrtrichtung, also auf der falschen Seite, am Fahrbahnrand im Bereich der Gosse und stieß nach Auswertung der Spuren mit einem Griff des Lenkers gegen die Ecke einer Grundstücksmauer“, sagte Unfallursachenermittler Jens Petersen. Möglicherweise sei der Mann dadurch ins Straucheln geraten und auf die Fahrbahn gestürzt, vermutet der Hauptkommissar.

Dort sei der 62-Jährige „dann von einem Teilbereich eines Reifens des Lastzuges, der sich zu diesem Zeitpunkt auf gleicher Höhe mit dem Radfahrer befand, überrollt“ worden. Das zeigten die Spuren. Der Fahrradhelm des Mannes sei völlig zertrümmert, hieß es. Der Lkw-Fahrer (62) aus dem Landkreis Minden-Lübbecke blieb zwar körperlich unverletzt, stand aber deutlich unter dem Einfluss des Geschehens. Ihm sei die Weiterfahrt untersagt worden, sagte Petersen. Die Firma habe einen Ersatzfahrer gestellt.

Die Bundesstraße 1 war bis 17.20 Uhr gesperrt. Zur Spurendokumentation und Vermessung des Unfallortes sei das sogenannte Phidias-Verfahren zur Anwendung gekommen, teilte Petersen mit. Phidias (Photogrammetrisches Interaktives Digitales Auswerte-System) ist ein rechnerunterstütztes Tatortaufnahmesystem, mit dem anhand von Fotos maßstabsgerechte Skizzen angefertigt werden können.



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