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Nach Internet-Chat:  Jugendliche in Hinterhalt gelockt - 16-Jähriger in Lebensgefahr

MINDEN. Brutaler Angriff in Minden: Nach Chats in einem sozialen Netzwerk mit einer unbekannten Jugendlichen trafen sich zwei 16-Jährige am Samstag im Bereich von Kanzlers Weide in Minden. Dort wurden sie von einer unbekannten Jugendlichen zur sogenannten "Regenbogengarage gelockt" und dann von drei bis vier unbekannten Personen angegriffen. Ein 16-Jähriger wurde lebensgefährlich verletzt.

veröffentlicht am 02.08.2021 um 09:02 Uhr
aktualisiert am 02.08.2021 um 09:59 Uhr

Ein 16-jähriger Jugendlicher schwebt nach einer Attacke mit einer Stichwaffe in der Uferstraße in Lebensgefahr. Wie die Staatsanwaltschaft Bielefeld und Polizei Bielefeld in einer gemeinsamen Presseerklärung mitteilten, sind zwei 16-Jährige am frühen Samstagabend im nördlich angrenzenden Bereich von Kanzlers Weide von mehreren Unbekannten angegriffen worden. Zuvor wurden die beiden Jugendlichen von einer Jugendlichen in einen Hinterhalt gelockt. Die Polizei ermittelt nun mit Hilfe einer Mordkommission wegen eines versuchten Tötungsdelikts.

Nach Polizeiangaben hatten die beiden 16-Jährigen einige Tage zuvor regen Chat-Kontakt über ein soziales Netzwerk mit einer unbekannten Jugendlichen. Dabei wurde ein Treffen für den Samstagnachmittag am Kirmespark auf Kanzlers Weide ausgemacht. Als die beiden Jugendlichen gegen 17:45 Uhr am Treffpunkt ankamen, wurden sie von der unbekannten Jugendlichen in die angrenzende Uferstraße, zur sogenannten "Regenbogengarage" gelockt.

 Jugendliche fliehen und holen Hilfe

Dort traten dann drei bis vier unbekannte Personen aus den Büschen hervor, umringten die 16-Jährigen und griffen diese ohne Vorwarnung an. Dabei erlitt einer der Mindener lebensgefährliche Verletzungen durch eine Stichwaffe. Der andere 16-Jährige wurde durch Faustschläge leicht verletzt. Die beiden Jugendlichen konnten nach dem Angriff in eine Besuchergruppe auf Kanzlers Weide flüchten und Hilfe anfordern. Der mit der Stichwaffe attackierte Jugendliche wurde nach notärztlicher Versorgung in das Krankenhaus Minden gebracht und dort notoperiert. Wie die Polizei am Sonntagnachmittag mitteilt, besteht weiterhin Lebensgefahr.

Die Polizei Bielefeld hat die Ermittlungen aufgenommen. Zusammen mit Beamten der Kreispolizeibehörde Minden und des Polizeipräsidiums Bielefeld wurde unter der Leitung von Kriminalhauptkommissar Markus Mertens die Mordkommission "Kanzler" eingerichtet.

Polizei sucht Zeugen

Die vier unbekannten Personen wurden wie folgt beschrieben:

1. Weiblich, ca. 1,70 m groß, zwischen 16 und 18 Jahren alt, schlank, blonde Haare, weiße Trainingsjacke, lange graue Jogginghose, eine Art Bandana um den Kopf, weiße Maske

2. Männlich, ca. 1,78 bis 1,80 m groß, zwischen 16 und 18 Jahren alt, blonde kurze Haare, schlank, schwarze Trainingsjacke, weiße Hose, Goldkette, großes schwarzes Mobiltelefon

3. Männlich, ca. 1,78 bis 1,80 m groß, ca. 18 Jahre alt, schwarze kurze Haare, schwarzer Vollbart, schwarze Hose, schwarzes T-Shirt, schwarze Maske

4. Männlich

Die Polizei fragt: Wer ist Zeuge des Geschehens? Wer hat die vier unbekannten Jugendlichen gesehen? Wer kann darüber hinaus Angaben zum Tatgeschehen machen?

Hinweise nimmt die Polizei Bielefeld telefonisch unter (0521) 5450 entgegen.  (mt/ps)



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