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Noch keine Hinweise auf den Täter

Nach Hotel-Überfall: Opfer geht es wieder besser

HAMELN. Auch einen Tag nach dem Überfall im Foyer des Hotels Stadt Hameln ist der Täter noch nicht gefasst worden. Fahndungserfolge kann die Polizei bislang nicht vermelden, eine Sonderkommission soll eingerichtet werden. Das Opfer, der 36 Jahre alte Nachtportier, konnte das Krankenhaus mittlerweile verlassen.

veröffentlicht am 19.07.2016 um 08:00 Uhr
aktualisiert am 31.10.2016 um 13:00 Uhr

Frank Neitz

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Reporter / Fotograf zur Autorenseite

Am frühen Sonntagmorgen war der Nachtportier des Vier-Sterne-Hotels von einem Unbekannten mit einer Schusswaffe bedroht worden. Ein Räuber erpresste die Herausgabe eines höheren dreistelligen Eurobetrages und sprühte dem Opfer vor seiner Flucht Reizgas ins Gesicht. Der Portier wurde an den Augen verletzt und in einem Krankenhaus behandelt (wir berichteten).

„Der Mann ist inzwischen aus der Klinik entlassen worden. Körperlich soll er wieder genesen sein“, sagt Polizeisprecher Jens Petersen. Die Ermittlungen im Fall haben inzwischen Kripobeamte vom für Raubdelikte zuständigen Fachkommissariat 2 übernommen. Eine Sonderkommission wird nicht eingerichtet, heißt es bei der Polizei.

25 bis 30 Jahre alt, 1,80 bis 1,90 Meter groß, schlanke Figur und dunkel gekleidet. Die Beschreibung vom akzentfrei Hochdeutsch sprechenden Täter, der sich beim Überfall eine Sturmhaube mit Sehschlitzen über den Kopf gezogen hatte, ist nicht sehr aussagekräftig. Auch den vom Täter gewählten Fluchtweg kennen die Ermittler nicht. Der Portier – er befand sich zur Zeit des Überfalls allein in der Hotellobby – konnte offenbar nach der Reizgasattacke die Flucht des Täters nicht beobachten. Wie gehen die Beamten vor? „Jetzt wird den Hinweisen nachgegangen“, berichtet der Oberkommissar. Einzelheiten will der Polizeioberkommissar aus ermittlungstaktischen Gründen nicht nennen.

Dass die Polizei die letzten Raubüberfälle aufgeklärt hat, scheint den Kriminellen nicht abgeschreckt zu haben, sein Vorhaben durchzuziehen. Erst Anfang des Monats konnte ein Raubüberfall auf die nur wenige Hundert Meter vom aktuellen Tatort entfernt liegende Westfalen-Tankstelle an der Pyrmonter Straße aufgeklärt werden. Spuren führten die Kripobeamten zu zwei Männern aus dem Raum Minden.

Einen Monat zuvor ermittelten die Beamten ein Trio, dass die gleiche Tankstelle im März überfallen hatte. In beiden Fällen wurden Kassierer mit Waffen bedroht. Auch der Überfall auf einen Pizzaboten, der am 6. März am Paul-Gerhardt-Weg beraubt wurde, ist geklärt. Vier junge Männer sollen die Tat begangen haben. „Die Aufklärungsquote bei Raubüberfällen auf Zahlstellen, Geschäfte, Tankstellen oder Spielotheken lag innerhalb der Polizeiinspektion Hameln-Pyrmont/Holzminden im vergangenen Jahr bei 92 Prozent“, sagt Petersen nach einem Blick in die Statistik.



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