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Brandursache noch unbekannt

Nach Großfeuer in Benstorf: Verkohlte Leiche wird obduziert

BENSTORF. Auch vier Tage nach dem Großfeuer in Benstorf ist die Brandursache immer noch unbekannt. In den Flammen ist am Abend des 1. Adventssonntags ein Mensch ums Leben gekommen. Die sterblichen Überreste wurden am Montag von einem Leichenspürhund in der an das Wohnhaus angebauten Scheune entdeckt (wir berichteten). Noch steht nicht fest, wer der Tote ist.

veröffentlicht am 06.12.2017 um 14:31 Uhr
aktualisiert am 06.12.2017 um 17:26 Uhr

Der Zerstörungsgrad ist groß. Das erschwert die Ermittlungen der Brandursachen-Experten. Foto: ube
Ulrich Behmann

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Ulrich Behmann Chefreporter zur Autorenseite
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Die Wahrscheinlichkeit ist aber groß, dass es sich um den 86 Jahre alten Bewohner des Hauses an der Kruggasse handelt. Am Donnerstag werden Gerichtsmediziner die verkohlte Leiche obduzieren. Die Todesursachen-Ermittler des Zentralen Kriminaldienstes in Hameln, hoffen, dass sich feststellen lässt, woran die Person gestorben und wer der Tote ist. 


Das Feuer hat sich rasend schnell ausgebreitet. Vermutlich ist es in der Scheune entstanden und dann auf das Wohnhaus übergegriffen. In dem großen Lagerschuppen, in dem auch das Auto des Seniors stand, gab es jede Menge brennbares Material. Die sogenannte Brandlast war also groß. Brandursachen-Ermittler des 1. Fachkommissariats aus Hameln haben sich in der Ruine umgesehen. Die Experten wurden dabei von Spezialisten der Brandursachen-Kommission des Landeskriminalamtes Niedersachsen unterstützt. Die LKA-Experten verfügen über eine langjährige Spezialausbildung – sie können Brandverläufe rekonstruieren und systematisch Brand- und Explosionsursachen feststellen. In der Kriminaltechnischen Einsatzgruppe des LKA sind Sachverständige tätig, die auf Anforderung nach der Untersuchung von Brand- und Explosionsstellen Behördengutachten erstellen und diese vor Gericht vertreten und erläutern. „Dennoch war es bislang noch nicht möglich, die Brandursache zu ermitteln“, sagt der Erste Kriminalhauptkommissar Axel Brünger. Das Problem sei der hohe Zerstörungsgrad. Zudem besteht nach Angaben der Feuerwehr in einigen Bereichen Einsturzgefahr. Die Nachforschungen dauern aber dennoch an.

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