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Spürhunde und Polizisten mit Maschinenpistolen im Einsatz

Nach Amok-Alarm in Hameln - Polizei gibt Entwarnung

Hameln. Zum zweiten Mal innerhalb weniger Tage hat es in Hameln eine Amok-Drohung gegeben. Diesmal war die Eugen-Reintjes-Schule betroffen. Das Drohschreiben war am Dienstagmorgen noch vor Schulbeginn eingegangen. Die Schule wurde abgeriegelt, die Schüler nach Hause geschickt. Eine Durchsuchung des Gebäudes mit Spürhunden blieb ergebnislos.

veröffentlicht am 12.01.2016 um 11:13 Uhr
aktualisiert am 31.10.2016 um 14:53 Uhr

Ulrich Behmann

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Chefreporter zur Autorenseite

Erneut ist in Hameln Amok-Alarm ausgelöst worden – das Drohschreiben ging am Dienstagmorgen kurz nach 7 Uhr bei der Schulleitung der Eugen-Reintjes-Schule (gewerblich-technische Berufsschule des Landkreises Hameln-Pyrmont) an der Breslauer Allee ein. Noch vor Beginn des Unterrichts wurden sämtliche Zugänge abgeriegelt. Die Schulleitung habe entschieden, alle Schüle nach Hause zu schicken, teilte die Polizeiinspektion mit. Die Einsatzleitung zog alle verfügbaren Kräfte zusammen, umstellte das große Gebäude und setzte Spürhunde ein. In der Schule waren auch Polizisten mit Maschinenpistolen zu sehen. Um 12 Uhr wurden die Durchsuchungsmaßnahmen beendet. Man habe weder verdächtige Personen noch gefährliche Gegenstände entdeckt, hieß es. 

Gegen den bislang unbekannten Verfasser der Amok-Ankündigung wird wegen eines Straftatbestandes (Störung des öffentlichen Friedens durch Androhung von Straftaten)ermittelt. "Das Gesetz sieht für diesen Straftatbestand eine Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren vor. Neben den strafrechtlichen Konsequenzen muss der Verursacher mit der Auferlegung der erheblichen Einsatzkosten rechnen", sagte Oberkommissar Jens Petersen.

Für Kreisrätin Petra Broistedt sind „Amok-Drohungen kein Spaß“. Solche Taten würden Lehrkräfte und Schüler verunsichern, hohe Kosten verursachen und Einsatzkräfte binden. „Die Sicherheit an unseren Schulen hat für uns oberste Priorität. Der Landkreis Hameln-Pyrmont nimmt deshalb jede Drohung ernst. Wir zögern nicht, die Kosten umgehend an den Verursacher weiterzuleiten. Darüber sollte sich jeder im Klaren sein, der einen Fehlalarm für einen Spaß hält.“

Erst am Freitag hatte es eine Amok-Drohung gegen die Handelslehranstalt in Hameln geben. Dort waren mehr als 1500 Schüler betroffen.

 

Info: Amokdrohungen an Schulen

  • 17. März 2011: Auf einer Klotür des Albert-Einstein-Gymnasiums in Hameln steht „Amoklauf – 23. März“. Der Schulleiter informiert die Polizei. Es stellt sich heraus: Ein 14-Jähriger wollte „nur einen Scherz machen“. Dennoch wird gegen ihn wegen Störung des öffentlichen Friedens durch Androhung einer Straftat ermittelt.
  • 18. September 2012: Mit einem Großaufgebot an Fahndern durchsucht die Polizei die Eugen-Reintjes-Schule. Mehr als 900 Schüler dürften das Gebäude nicht verlassen. Es heißt, ein 17-Jähriger habe mit einem Amoklauf gedroht. Beamte nehmen den Verdächtigen vorläufig fest. Der 17-Jährige behauptet, er habe nichts von einem Amoklauf gesagt, Mitschüler hätten das Gerücht in die Welt gesetzt.Er und sein ein Jahr jüngerer Freund seien wieder einmal von Klassenkameraden gemobbt worden. Nachforschungen ergeben: Der Jugendliche hat tatsächlich keine Drohung ausgestoßen. Er ist zu Unrecht beschuldigt worden.
  • 8. Januar 2016: Eine Amok-Drohung geht am frühen Morgen bei der Handelslehranstalt in Hameln ein. Der Alarm wird zunächst als Heizungsschaden „verkauft“. Polizisten mit Hunden durchsuchen das Gebäude, finden weder gefährliche Gegenstände noch verdächtige Personen. 


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