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Nach Verbrechen in Hille: Verdacht der Tötung aus Habgier erhärtet sich

Mutmaßlicher Dreifach-Mörder von Hille plündert Konten der Opfer

HILLE/STADTHAGEN. Im Fall des mutmaßlichen Dreifach-Mörders Jörg W. aus Hille (wir berichteten) erhärtet sich der Verdacht, dass der 51-Jährige aus Habgier tötete. Wie die Staatsanwaltschaft Bielefeld bestätigt, hatte der Verdächtige bei seiner Festnahme am 9. März im bayerischen Reit im Winkl die ec-Karten der Toten Gerd F. und Jochen K. bei sich.

veröffentlicht am 21.03.2018 um 18:10 Uhr
aktualisiert am 21.03.2018 um 20:21 Uhr

Außerdem gibt es weitere Beweise. „Wir besitzen Aufnahmen von Überwachungskameras, die den Beschuldigten in zwei Fällen beim Geldabheben an Automaten zeigen“, berichtet Staatsanwalt Christopher York.

Demnach hob Jörg W. auf der Flucht in Bayern Geld vom Konto des 71-jährigen Witwers ab. Außerdem liege eine Aufnahme vor, in der der Verdächtige sich Geld vom Konto des 65-jährigen Jochen K. beschafft hatte. „Diese Aufnahme ist ebenfalls aktuell. Jörg W. war zu diesem Zeitpunkt aber noch nicht auf der Flucht“, so York. Sicher sei aber, dass beide Karteninhaber bereits tot waren. Wann genau sie starben, darüber will die Staatsanwaltschaft „weder jetzt noch in Zukunft“ Angaben machen. Ob das mögliche Einkassieren der Renten auch das Mordmotiv war, kann laut Staatsanwalt noch nicht sicher belegt werden. Jörg W. beruft sich gegenüber den Ermittlern auf sein Schweigerecht.

Die Leichname des Witwers Gerd. F und des Hilfsarbeiters Jochen K. wurden am 14. März vergraben in einem Waldstück auf dem Grundstück des Tatverdächtigen gefunden. Die Polizei hatte mit zwei Hundertschaften und schwerem Gerät nach ihnen gesucht.

Jörg W. sitzt seit Freitag in der JVA in Bielefeld-Brackwede, er wird von der Mindener Anwältin Nicole Friedrich vertreten. Wie York bestätigt, ist der mutmaßliche Dreifach-Mörder im Hochsicherheitstrakt untergebracht und darf keinen Kontakt zu anderen Gefangenen haben. Über den Grund machte York keine Angaben. Die Polizei bestätigte jedoch schon beim Transport des Verdächtigen von Bayern nach Bielefeld, dass die Sicherheit auch deswegen erhöht worden sei, weil Angehörige des ermordeten Fadi S. im Internet mit Rache gedroht hatten.mt



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