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Motorradfahrer (17) fliegt durch Heckscheibe in Polizeifahrzeug

veröffentlicht am 07.09.2016 um 11:33 Uhr
aktualisiert am 31.10.2016 um 12:59 Uhr

Der Motorradfahrer prallte gegen das Heck dieses Polizei-Transpo
Ulrich Behmann

Autor

Ulrich Behmann Chefreporter zur Autorenseite

Feuerwehrleute mussten die eingedrückte Heckklappe mit einem hydraulischen Spreizer öffnen. Erst danach konnte der Verletzte befreit werden. Ersthelfer und ein Notarztteam hatten den Mann bereits im Kofferraum versorgt.

Die Polizeioberkommissarin (28), die am Steuer des mit zwei weiteren Beamten besetzten Zivilwagens gesessen hatte, habe wegen eines langsam fahrenden Lastwagens bremsen müssen, sagte Kommissarin Melanie Hundertmark. Der Lkw-Fahrer hatte eine Einfahrt gesucht und war zuletzt nur noch Schritttempo gefahren. Als das Polizeifahrzeug stand, prallte plötzlich das Honda-Leichtkraftrad des 17-Jährigen nahezu ungebremst gegen das Heck des Volkswagens. Die Ermittler gehen davon aus, dass der Jugendliche aus Coppenbrügge von der tief stehenden Sonne geblendet wurde und das Fahrzeug deshalb zu spät erkannt hat. Die drei Insassen des Streifenwagens blieben zum Glück unverletzt – sie forderten sofort den Rettungsdienst an. Nach Angaben von Hauptkommissar Jörn Schedlitzki kamen kurz darauf sowohl ein Arzt als auch ein Rettungsassistent zufällig auf den Unfall zu. Die Männer stoppten und leisteten Erste Hilfe. Die Feuerwehren Coppenbrügge und Bisperode wurden alarmiert – die Freiwilligen hatten den Auftrag, das Unfallopfer zu befreien. Der Verunglückte wurde vom Roten Kreuz ins Hamelner Krankenhaus gebracht. Er soll sich unter anderem Wunden am Kopf und an einer Hand zugezogen haben. Über die Schwere der Verletzungen war bei Redaktionsschluss nichts bekannt.

Als der Unfall geschah, befanden sich die drei Beamten nicht auf einer Einsatz- oder Streifenfahrt – sie waren unterwegs nach Hildesheim zu einer Arbeitsgruppen-Tagung.

4 Bilder
Der Motorradfahrer prallte gegen das Heck dieses Polizei-Transporters. foto: ube

Die Bundesstraße 1 war während der Rettungsmaßnahmen voll, später bis 10.30 Uhr halbseitig gesperrt.       



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