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50-Jähriger läuft mit aufgeschnittenen Armen Straße entlang

Mitten in Stadthagen: Psychisch Kranker schneidet sich die Arme auf

STADTHAGEN. Ein offenbar psychisch Kranker hat am Montag für einen Polizeieinsatz mitten in Stadthagen gesorgt. Der 50-Jährige lief mit aufgeschnittenen Armen die Niedernstraße entlang. Als Polizei und Sanitäter helfen wollten, wurde er handgreiflich und beleidigte die Helfer. Jetzt wird gegen den Mann ermittelt.

veröffentlicht am 08.10.2019 um 14:34 Uhr
aktualisiert am 08.10.2019 um 16:06 Uhr

Ein Bekannter hatte die Polizei gegen 14.45 Uhr alarmiert, dass der Mann sich die Pulsadern aufgeschnitten habe und in Richtung Schule am Schlosspark laufen würde. Die Beamten stießen dort auf den Mann. Er hat nach Angaben eines Sprechers am Arm stark geblutet.

Als die Polizisten und auch eine Rettungswagenbesatzung dem Stadthäger helfen wollten, wurde dieser handgreiflich. Er beleidigte sowohl die Beamten als auch die Sanitäter. Offenkundig stand er unter Alkoholeinfluss.

Mit vereinten Kräften gelang es nach Angaben eines Behördensprechers, den Verwundeten zu fixieren. Doch auch auf der Fahrt ins Klinikum nach Vehlen war der 50-Jährige nicht zu beruhigen.

Dort entschieden nach der Behandlung der Wunden ein Amtsarzt sowie ein Richter die Unterbringung in der Burghofklinik, der psychiatrischen Einrichtung in Rinteln. Dorthin wurde der Stadthäger dann von einer Streifenwagenbesatzung gebracht. Außerdem wurde ihm Blut abgenommen, um den Grad der Alkoholisierung zu ermitteln.

Inwiefern sich der Mann wirklich das Leben nehmen wollte, muss nun ein Mediziner einschätzen. Auch für die Polizei ist der Fall noch nicht abgeschlossen.

Sie ermitteln gegen den Mann aus der Stadthäger Trinkerszene wegen Beleidigung sowie Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte sowie Widerstand Personen, die Vollstreckungsbeamten gleichstehen, in diesem Fall die Sanitäter.

von Verena Gehring

Zum Schutz der Betroffenen sowie ihren Familien und, um Nachahm-Effekte zu verhindern, berichten wir normalerweise nicht über Suizide, außer sie erfahren durch die Umstände besondere Aufmerksamkeit. Wie in diesem Fall, bei dem sich das Geschehen in der Öffentlichkeit abgespielt hat. Wer unter Depressionen oder Selbstmordgedanken leidet, bekommt Hilfe von der Telefonseelsorge. Diese ist erreichbar unter der Telefonnummer (08 00) 111-0-111 und (08 00) 111-0-222 sowie im Internet auf www.telefonseelsorge.de.



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