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Im Bereich Salzhemmendorf

Mit Nägeln gespickte Köder: Polizei warnt Hunde-Besitzer

SALZHEMMENDORF. Die Polizei hat eine Warnung an alle Hundebesitzer im Bereich Salzhemmendorf herausgegeben. In der Straße „Auf der Hube“ in Oldendorf seien mit Nägeln gespickte Mettbällchen gefunden worden. Es könne nicht ausgeschlossen werden, dass weitere Köder ausgelegt worden sind, teilen die Beamten mit.

veröffentlicht am 20.02.2018 um 17:57 Uhr
aktualisiert am 20.02.2018 um 18:39 Uhr

Foto: Facebook-Beitrag

Autor:

Jan-Christoph Schuba

Die Polizei warnt die Hundehalter im Ostkreis vor Nagel-Ködern, die offenbar ausgelegt wurden, um Hunde zu verletzen oder zu töten. Über Facebook wurde die Polizei Bad Münder auf eine Privatperson aufmerksam, die über das soziale Netzwerk vor mit Nägeln bespickten Mettbällchen gewarnt hatte.

Gefunden wurde der tödliche Köder an einem Feldrand an der Straßenecke „An der Aue“ und „Auf der Hube“ in Oldendorf. Silke Schmurlack hatte den mit Nägeln präparierten Mettball entdeckt, als sie mit ihrem Hund spazieren war. Ihr Alano-Mischling witterte den Köder, Schmurlack sicherte den Nagel-Köder und brachte ihn nach eigener Aussage zum nächsten Tierarzt. Dieser kümmerte sich und verständigte die Polizei.

Die Köder wurden von der Polizei überprüft, die Beamten bestätigten am Dienstagabend die Gefährlichkeit und stellten ihn sicher. Nach Aussage der Polizei kann nicht ausgeschlossen werden, dass noch weitere Mettbällchen mit Nägeln platziert wurden. Hinweise nimmt die Polizei in Bad Münder (05042 / 93310) oder in Salzhemmendorf (05153 / 5122) entgegen.

„Niemand, der psychisch gesund ist, möchte einem Lebewesen so etwas antun“, erklärt Judith Pein, Sprecherin der Tierrechtler von Peta, in einem Interview. „Durch Medienberichte oder Hilferufe von Betroffenen erfahren wir fast täglich von Anschlägen durch mit Gift oder scharfkantigen Gegenständen präparierte Köder auf Tiere“, erzählt Pein weiter. Es ist also keine Seltenheit, dass solche Köder auftauchen. „Peta fordert seit längerem ein offizielles Melderegister, um Giftanschläge zentral zu dokumentieren“, so Pein weiter.

Einige Gegenmaßnahmen gibt es für die Hundebesitzer aber bereits jetzt: Einige Handy-Apps und Internetseiten bieten derartige Radarfunktionen an. Diese verzeichnen, ob und wo für Tiere gefährliche Objekte gesichtet werden. Eine weitere Gegenmaßnahme empfiehlt die Tierschutzorganisation Aktion Tier. Man könne den Hund so trainieren, dass er auf Kommando das Fressen liegenlasse.

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