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Mit Drehleiter – Feuerwehr rettet Schwerkranken

GROSS BERKEL. Mit vereinten Kräften haben Feuerwehrleute am Freitagvormittag in Groß Berkel einen Schwerkranken aus der ersten Etage eines Wohnhauses geholt – so schonend wie möglich. Das kurz vor 9 Uhr in das Dorf gerufene Notarztteam hatte eigens dafür die große Drehleiter der Feuerwehr Hameln angefordert.

veröffentlicht am 16.03.2018 um 12:04 Uhr
aktualisiert am 16.03.2018 um 17:20 Uhr

Ulrich Behmann

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Chefreporter zur Autorenseite

Zur Unterstützung des Rettungsdienstes waren auch Kräfte der Feuerwehren Groß Berkel und Aerzen alarmiert worden. Ein Notarzt des Sana-Klinikums und Notfallsanitäter der DRK-Wache Emmerthal sowie der Feuerwehr Hameln hätten den Patienten in der Wohnung behandelt, mit Medikamenten versorgt und für den Rettungstransport stabilisiert, hieß es. Das Treppenhaus habe man nicht benutzen können. Es sei durch dort aufgestellte Möbel zu eng gewesen. Der Mann wurde zunächst in eine sogenannte Schleifkorbtrage gelegt. Feuerwehrleute fixierten die wannenförmige Spezialtrage auf dem Korb der Drehleiter, sodass der Groß Berkeler nahezu erschütterungsfrei zur Straße gelangte. Mit Blaulicht und Sirene wurde der Kranke zum Klinikum gefahren.

Nach Schätzungen von Brandamtmann Thomas Breitkopf rückt die Drehleiter der Hamelner Feuerwehr durchschnittlich zweimal pro Monat aus, um den Rettungsdienst in den Städten Hameln und Hessisch Oldendorf sowie in den Gemeinden Aerzen und Coppenbrügge zu unterstützen. „Parallel dazu ist die Anzahl der sogenannten Tragehilfen, bei denen vor allem Manpower, also Muskelkraft, benötigt wird, gestiegen“, sagt der stellvertretende Leiter der Wachbereitschaft. „Das liegt zum einen daran, dass bei dem Rettungsdienst-Personal die Bereitschaft gestiegen ist, aus gesundheitlichen Gründen Hilfe anzufordern. Zum anderen haben wir es immer öfter mit adipösen Patienten zu tun.“ Zahlen für Hameln zeigen: Im vergangenen Jahr wurden 28 Tragehilfen durchgeführt. In den ersten drei Monaten waren es bereits elf. Auch die Besatzungen des Hilfeleistungslöschfahrzeugs (HLF) sind derzeit vermehrt im medizinischen Einsatz. Der Lastwagen wird als First Responder (qualifizierte Erstversorgung) eingesetzt, wenn kein Rettungswagen in der Nähe ist. Allein in der vergangenen Woche ist das dreimal vorgekommen. Vermutet wird, dass Rettungswagen im Zuge der Grippewelle aufgrund abgemeldeter Kliniken derzeit weiter entfernt liegende Krankenhäuser anfahren müssen. Das HLF ist mit Notfallmedikamenten, einer Trage und einem Wiederbelebungsgerät ausgerüstet. Alle Feuerwehrleute der Wachbereitschaft sind ausgebildete Rettungsassistenten oder Notfallsanitäter. Sie übernehmen die Versorgung des Patienten, bis der Rettungswagen eintrifft.



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