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Festnahme in Hameln

Mit 200 Sachen über die B 217

HAMELN/WETTBERGEN. Nach einer wilden Raserei eines Autos über die Bundesstraße 217 hat die Polizei in Hameln am frühen Freitagmorgen den Fahrer vorläufig festgenommen. Die Beamten werfen dem 29-jährigen Hannoveraner vor, mit fast 200 Sachen in Richtung Hameln gebrettert zu sein. Rote Ampeln soll er ignoriert und waghalsig andere Fahrzeuge überholt haben.

veröffentlicht am 01.06.2018 um 12:41 Uhr
aktualisiert am 01.06.2018 um 18:04 Uhr

Mehr noch: Polizeiangaben nach soll der Mann unter Drogeneinfluss am Steuer gesessen haben – all das ohne Führerschein.

In der Nacht war gleich mehreren Zeugen am Ortsausgang von Wettbergen ein VW Passat aufgefallen, der mit weit überhöhter Geschwindigkeit in Richtung Hameln raste. Sie meldeten ihre Beobachtungen der Polizei. „Innerorts soll der Wagen laut Zeugenangaben Geschwindigkeiten um die 150 Stundenkilometer gefahren sein“, teilte Polizeihauptkommissar Jens Petersen am Freitag mit.

Wie bei einem „Slalom“ soll der Kombi rechts und links an anderen Autos vorbeigezogen und bei Rot über Kreuzungen gerast sein. In Holtensen soll der Mann den Passat von der Bundesstraße gelenkt haben, bevor er wenige Kilometer weiter erneut auf die vierspurige Straße zurückkehrte.

In der Polizeileitstelle klingelten erneut die Telefone. Autofahrer berichteten den Disponenten von einem Amokfahrer, der mit annähernd Tempo 200 in Richtung Hameln rasen sollte. Am Ortseingang von Hameln sei der Passat-Fahrer mit über 100 Sachen auf den Berliner Platz zugefahren , bevor er in Richtung Bahnhof abbog und die rasante Fahrt über den Hastenbecker Weg und Kuhlmannstraße fortsetzte, hieß es von der Polizei.

Von hier flüchtete der Mann zu Fuß. Foto: Dana

„Im Bereich der Fluthamel-straße konnte eines der eingesetzten Einsatzfahrzeuge zum Passat aufschließen und erreichte dabei Geschwindigkeiten um die 100 Stundenkilometer“, sagte Petersen. Ermittler vermuten, dass der Fahrer aufgrund des hohen Tempos in einer Doppelkurve an der Fluthamelstraße von der Fahrbahn abkam und in den Heinrich-Schormann-Weg raste. Dort stoppte der Wagen.

Der Fahrer versuchte noch, zu Fuß in Richtung Stüvestraße abzuhauen. An einem Zaun griffen Polizeibeamte zu und stoppten den Mann. Der polizeibekannte Hannoveraner wurde zur Überprüfung auf die Dienststelle gebracht.

Der Mann hatte offenbar seine Gründe, als er vor der Streife das Weite suchen wollte. Ermittlungen ergaben, dass der 29-Jährige nicht im Besitz eines Führerscheins war. Alkohol soll der Fahrer nicht intus gehabt haben, berichtete Petersen. Allerdings habe ein Drogenvortest Hinweise auf eine Drogenbeeinflussung erbracht, so der Hauptkommissar. Zur genauen Analyse wurde dem Fahrer eine Blutprobe entnommen.

Glücklicherweise soll nach bisherigem Ermittlungsstand durch die riskante Fahrweise niemand zu Schaden gekommen sein. „Jedoch wurden andere Verkehrsteilnehmer konkret gefährdet, wurden abgedrängt und mussten über die Gegenfahrbahn ausweichen“, berichtete der Sprecher. Die Polizei hat gegen den Fahrer gleich mehrere Strafverfahren eingeleitet, unter anderem wegen Straßengefährdung und Fahren ohne Fahrerlaubnis.

Ermittler suchen weitere Zeugen, denen der Passat um kurz vor 5 Uhr zwischen Hannover und Hameln aufgefallen ist. Hinweise nimmt die Polizei unter der Telefonnummer 05151/933-222 entgegen.



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