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Nach Unfällen: Hameln-Pyrmont kontrolliert Tempo

Mit 182 km/h auf der Bergstrecke

HAMELN-PYRMONT. Das schöne Wetter der vergangenen Wochen hat unzählige Motorradfahrer auf die Straßen gelockt. Mehrfach kam es auch im Weserbergland zu Unfällen – sogar mit tödlichem Ausgang. Bei verschiedenen Geschwindigkeitskontrollen des Landkreises bestätigte sich die Erfahrung, dass einige Fahrer „jegliche Vernunft vermissen lassen und die zulässige Höchstgeschwindigkeit in unverantwortlicher Weise missachten“.

veröffentlicht am 28.05.2018 um 17:19 Uhr

Rettungsdienst im Einsatz: Raserei führt immer wieder zu schweren Unfällen. foto: ube

Autor:

Hans Siedler

Im Fokus standen insbesondere beliebte Motorradstrecken im Landkreis. So wurde auf der Landesstraße 425 zwischen Lauenstein und Haus Harderode im 100er-Bereich ein Motorradfahrer mit 183 km/h gemessen. Zwei weitere Motorräder wurden mit 181 beziehungsweise 172 km/h erfasst. Einen Tag später blitzten die Messbeamten an derselben Stelle einen Motorradfahrer erneut mit 172 km/h. „Für diese Motorradfahrer wird die Motorradsaison bald schon wieder vorbei sein“, sagt Andreas Stemme, Leiter des Straßenverkehrsamtes, „auf sie wartet ein saftiges Bußgeld in Höhe von mindestens 600 Euro und ein längeres Fahrverbot.“ Zu schnelle Biker können mit der aktuellen Messtechnik von vorn mit ihrem Gesicht und gleichzeitig auch von hinten mit dem Heckkennzeichen aufgenommen werden. Eine Identifizierung der Fahrer und damit eine Ahndung des Tempoverstoßes sei in den meisten Fällen möglich, betont Stemme. Die Behörde geht bei diesen außergewöhnlichen Geschwindigkeiten von einem vorsätzlichen Verstoß aus, was zu einer deutlichen Erhöhung des Bußgeldes führt.

Bei Messungen Anfang Mai am Nienstedter Pass war ein Biker mit 108– bei erlaubten 50 – km/h Spitzenreiter. Am Pfingstmontag kam es bei einer Geschwindigkeitskontrolle an der Landesstraße 425 in Richtung Bessinghausen erhebliche Überschreitungen zutage. Hier müssen zwei Motorradfahrer mit einem Fahrverbot rechnen. „Das sind bedenkliche Geschwindigkeitsüberschreitungen“, sagt Stemme, „damit gefährden die Betroffenen nicht nur sich selbst, sondern bringen auch andere Verkehrsteilnehmer in Gefahr. Ein solches Fahrverhalten ist nicht zu tolerieren. Hier sind wir zusammen mit der Polizei zu den unterschiedlichsten Zeiten auch am Wochenende aktiv.“ Stemmes Appell an alle Motorradfahrer: „Genießen Sie Ihre Touren. Denken Sie dabei an Ihre eigene Gesundheit, an die der anderen Verkehrsteilnehmer und auch der Anwohner an den Straßen in den betroffenen Bereichen.“



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