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Polizeidirektion fordert weitere Löschmannschaften aus dem Weserbergland an

Mission Moorbrand

HAMELN / HOLZMINDEN. Die Polizeidirektion Göttingen hat weitere Löschmannschaften aus dem Weserbergland angefordert – die heimischen Feuerwehrleute sollen offenbar auf dem zum Teil brennenden Waffentestgelände für den Wasser-Nachschub im unwegsamen Moor sorgen.

veröffentlicht am 24.09.2018 um 13:00 Uhr
aktualisiert am 24.09.2018 um 18:27 Uhr

Große Pumpen, dicke Schläuche – Feuerwehr und THW entnehmen Löschwasser aus Ems und Nordradde, versuchen, das brennende Moor zu fluten. Foto: ube
Ulrich Behmann

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Ulrich Behmann Chefreporter zur Autorenseite
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Kräfte aus Holzminden sind bereits im Katastrophengebiet eingetroffen. Teile der Kreisfeuerwehr-Bereitschaft West aus dem Landkreis Hameln-Pyrmont und der Schaumburger Bereitschaft Süd wurden in Alarmbereitschaft versetzt.

Nach Angaben von Kreisbrandmeister Frank Wöbbecke sind Wassertransportzüge angefordert worden. „Wir stehen Gewehr bei Fuß. Wenn man uns benötigt, werden wir von Aerzen aus mit geländegängigen Tanklöschfahrzeugen aus Halvestorf, Aerzen, Heßlingen und Holzhausen, dem in Oldendorf stationierten Schlauchwagen des Bundes und einem Mannschaftstransportwagen des Landkreises aus Groß Berkel ins Katastrophengebiet fahren“, sagte Hartwig zur Mühlen, stellvertretender Bereitschaftsleiter West.

Bereits am späten Freitagabend war die Kreisfeuerwehrbereitschaft Ost, zu der Einheiten aus Emmerthal, Coppenbrügge, Salzhemmendorf und Bad Münder gehören, und ein Rettungswagen der DRK-Bereitschaft Bad Münder nach Meppen geschickt worden. Die 150 Freiwilligen betrieben im streng von der Öffentlichkeit abgeschirmten militärischen Sicherheitsbereich eine Wassertankstelle, an der Spezialfahrzeuge der Bundeswehr-Feuerwehr auftanken konnten – ganz in der Nähe von Bunker 1200, mitten im Nirgendwo. Den Löschmannschaften gelang es aber auch, andernorts einen Kiefernwald zu schützen und zu verhindern, dass das Feuer auf die Dörfer Klein und Groß Stavern zuläuft.

Bereits im Moorbrand-Gebiet: Freiwillige des Wassertransportzuges der Kreisfeuerwehrbereitschaft Holzminden. Zu der Einheit gehören die Tanklöschfahrzeuge der Feuerwehren Polle, Halle, Grünenplan, Dielmissen und Ottenstein sowie das Mannschaftstransportfahrzeug aus Heyen. Der Zug erreichte am frühen Montagmorgen gegen 1.30 Uhr das Kasernengelände der Wehrtechnischen Dienststelle für Munition und Waffen. „Wir haben beheizte Zelte mit Feldbetten zugewiesen bekommen und warten jetzt auf unseren Einsatzbefehl“, sagte Bereitschaftsführer Thomas Planke um 12 Uhr.

Aus Schaumburg könnte erneut Hilfe kommen: Der 4. Zug der Kreisfeuerwehr-Bereitschaft Süd soll mit Fahrzeugen aus Exten, Bückeburg, Evesen, Gelldorf, Buchholz, Seggebruch und Stadthagen nach Meppen rollen.

Logistik-Experten des Technischen Hilfswerks (THW) aus Hameln waren – und sind zum Teil immer noch – in Groß Stavern und Meppen. Die ersten Spezialisten waren am Dienstag alarmiert worden. Deren Mission wird noch bis Samstag andauern. 400 Feuerwehrleute, THW-Helfer, Rotkreuzler und Polizisten aus dem Weserbergland sind bislang ins Emsland gerufen worden.



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