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Im Dachstuhl besteht Einsturzgefahr

Mindestens 120000 Euro Schaden: Brandhaus derzeit unbewohnbar

FLEGESSEN. Das Feuer im Dachstuhl eines Wohnhauses an der Gülichstraße in Flegessen hat nach Angaben der Polizei einen Schaden in Höhe von mindestens 120000 Euro angerichtet. Es war am späten Donnerstagnachmittag ausgebrochen und hatte sich rasend schnell ausgebreitet. „Das Haus ist derzeit nicht bewohnbar“, sagte Hauptkommissar Jens Petersen am Freitag.

veröffentlicht am 09.02.2018 um 13:41 Uhr
aktualisiert am 09.02.2018 um 19:00 Uhr

Die Polizei hat die Suche nach der Brandursache noch nicht abgeschlossen. Im Dachstuhl besteht Einsturzgefahr.
Ulrich Behmann

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Ulrich Behmann Chefreporter zur Autorenseite
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Im Bereich des ausgebrannten Dachstuhls bestehe Einsturzgefahr. Ein Mann zog sich offenbar eine Rauchgasvergiftung zu – er werde stationär in einem Krankenhaus behandelt. Ein Ehepaar sei vorsorglich ärztlich untersucht worden, sagte der Beamte. Anfangs habe eine Pastorin die Betreuung der unverletzten Bewohner übernommen. Später wurden die Frau und der Mann in einer Seniorenresidenz untergebracht.

Ermittler der Tatort-Gruppe hatten bereits in der Nacht erste Ermittlungen angestellt und die Ruine beschlagnahmt. Am Freitagvormittag sahen sich Brandursachen-Ermittler des Zentralen Kriminaldienstes aus Hameln in dem Haus um. „Eine konkrete Ursache konnte noch nicht festgestellt werden“, sagte Petersen. Weitere Untersuchungen würden folgen. In der kommenden Woche wollen die Brand-Experten des 1. Fachkommissariats die Nachforschungen gemeinsam mit einem Spezialisten des Landeskriminalamts Niedersachsen und einem Sachverständigen der Versicherung fortsetzen.

Am Donnerstagnachmittag hatte ein Fußgänger Rauch aus dem Dach aufsteigen sehen und um 17.39 Uhr Alarm geschlagen. Die drei Hausbewohner konnten sich zum Glück ohne fremde Hilfe in Sicherheit bringen. Neben einem Notarztteam und mehreren Rettungsfahrzeugen des Roten Kreuzes hatte die Leitstelle die Feuerwehren Bad Münder, Flegessen, Hachmühlen, Brullsen, Klein Süntel und Hamelspringe, einen Atemschutz-Gerätewagen aus Kirchohsen sowie einen Fachberater des Technischen Hilfswerks Hameln und die Schnell-Einsatzgruppe des DRK Bad Münder nach Flegessen geschickt.

Es war nicht das erste Mal, dass es in dem Haus gebrannt hat. Kreisbrandmeister Frank Wöbbecke, der ebenfalls vor Ort war, sagte unserer Zeitung, vor ein paar Jahren sei an nahezu derselben Stelle ein Feuer ausgebrochen. Er habe es seinerzeit mit einem Handlöscher ersticken können.

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