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Pyrmonter lebensgefährlich verletzt / Lebensgefährtin (36) unter Verdacht / Heute Hafttermin

Messerstiche im Brustkorb

Bad Pyrmont. Mit mehreren Messerstichen in den Brustkorb soll eine 36 Jahre alte Pyrmonterin ihren Lebensgefährten (37) am frühen Sonntagmorgen lebensgefährlich verletzt haben. Das Opfer ist laut Polizei nach einer Notoperation im Bathildiskrankenhaus inzwischen außer Gefahr, die Frau befindet sich in Polizeigewahrsam. (ube)

veröffentlicht am 04.10.2015 um 14:44 Uhr
aktualisiert am 27.10.2016 um 08:37 Uhr

In der Kurstadt hat sich am frühen Sonntagmorgen ein Verbrechen ereignet. Opfer ist ein 37 Jahre alter Deutscher aus Bad Pyrmont. Er hatte mehrere Stichverletzungen im Brustbereich und schwebte nach Angaben der Polizei in Lebensgefahr, als er kurz vor 5 Uhr im Treppenhaus einer Doppelhaushälfte an der Straße „Im Niedernfelde“ gefunden wurde. Unter Verdacht steht die Lebensgefährtin des Mannes. Die 36-Jährige soll vermutlich mit einem Küchenmesser zugestochen haben. Motiv ist nach ersten Erkenntnissen ein Beziehungsstreit, der bereits am Samstagabend aufgeflammt war und im Laufe der Nacht eskalierte. Der Schwerverletzte wurde von einem Notarztteam versorgt und ins Bathildiskrankenhaus gebracht. Nach einer dort sofort durchgeführten Notoperation befinde er sich inzwischen nicht mehr in einem lebensbedrohlichen Zustand, sagte Hauptkommissar Dirk Barnert um 13.30 Uhr im Gespräch mit dieser Zeitung. Weitere Hintergründe sind noch unbekannt. Das Opfer konnte noch nicht vernommen werden. Deshalb ist unklar, worüber sich das Paar gestritten hat. Nach der Gewalttat war die Frau zu Fuß und nur spärlich bekleidet geflüchtet. Auf der Heemsteder Brücke an der Bahnhofstraße, die nicht weit vom Tatort entfernt ist, wurden Passanten auf die Frau im Bademantel aufmerksam und brachten sie zurück zum Haus. Dort kümmerte sich bereits ein Rettungsteam um den Niedergestochenen. Es war vom Bruder des Opfers, der nebenan wohnt, verständigt worden. Polizeibeamte, die von Hameln und Bad Pyrmont aus zum Tatort geeilt waren, nahmen die Frau vorläufig fest. Gegen die Tatverdächtige werde wegen Verdachts des versuchten Totschlags ermittelt, sagte Barnert. Die 36-Jährige wurde befragt und am Nachmittag in eine Gewahrsamzelle gesperrt. Heute soll sie einem Haftrichter vorgeführt werden.



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