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37-Jähriger lebensbedrohlich verletzt

Messerstecherei in Hamelner Innenstadt

Hameln. Ein Streit unter zwei Männern in der Hamelner Innenstadt ist am Samstagvormittag eskaliert. Ein Mann zog ein Messer und stach es seinem Kontrahenten in die Wade. Das 37-Jährige Opfer verlor viel Blut. Der Hessisch Oldendorfer musste notoperiert werden.

veröffentlicht am 09.07.2016 um 19:02 Uhr
aktualisiert am 26.10.2016 um 08:49 Uhr

Aus einer kleinen Rempelei wurde am Samstagvormittag ein blutiger Streit. In der Innenstadt ist ein Mann durch einen Messerstich lebensbedrohlich verletzt worden. Das Opfer musste notoperiert werden. Am Sonntag war die Polizei noch auf der Suche nach dem mutmaßlichen Täter. Er ist untergetaucht, vermuten Beamte.
Um kurz nach neun Uhr war am Samstag bei der Leitstelle ein Notruf eingegangen. In der Fischpfortenstraße soll ein Verletzter liegen, hieß es. Neben Rettungswagen rasten auch umgehend Streifenwagen der Polizei in die Gasse. Am Abzweig zur Kupferschmiedestraße lag ein 37-jähriger Hessisch Oldendorfer auf dem Altstadtpflaster in einer großen Blutlache. Am rechten Bein war er stark verletzt. Er hatte bereits viel Blut verloren. Eine Kommissarin, die noch vor dem Notarztteam eingetroffen war, fackelte nicht lange und leistete umgehend Erste Hilfe. Sie drückte die stark blutende Wunde ab.
Was sich in der schmalen Straße zuvor abgespielt hatte, blieb zunächst unklar. Der Mann erzählte den Beamten, dass er einen Unfall gehabt habe. Über einen Streit verlor der Verletzte kein Wort. Offenbar log der Mann. Wollte der 37-Jährige den Messerstecher decken? Die Art der Verletzung ließ die Polizisten an der Schilderung zweifeln. Zwei Stunden nach dem Messerstich erhielten die Ermittler weitere Hinweise, die auf eine Straftat schließen ließen. Ein Zeuge meldete sich, schilderte den Beamten den Tatablauf. Jetzt sagte auch das Opfer aus. Der Hessisch Oldendorfer soll von einem Hamelner (30 Jahre) zunächst einen Faustschlag ins Gesicht erhalten haben. Eine Rangelei folgte. Als beide Kontrahenten am Boden lagen, soll der mutmaßliche Täter zu einem Messer gegriffen und die Klinge dem Älteren in die Wade gestoßen haben. Der Täter flüchtete. Wie Ermittler berichteten, soll der Attacke auf der Fischpfortenstraße ein versehentlicher Rempler bei der Ausgabe von Drogenersatzstoffen vorausgegangen sein. Der Streit selbst soll aber nicht mit der Ausgabe in Zusammenhang gestanden haben. Den 30-Jährigen haben Polizeibeamte noch nicht aufgreifen können – auch nicht in seiner Wohnung. Sie vermuten, dass der Mann vorerst untergetaucht ist.



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