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70 Personen in 19 Fahrzeugen betroffen / Rettungskräfte versorgen 15 Verletzte

Massenkollision auf der A2

PORTA WESTFALICA/KLEINENBREMEN. Auf der A2 ist es Ostermontag im Bereich Porta Westfalica/Kleinenbremen zu sechs Unfällen gekommen, in die auch zwei Busse verwickelt waren. Insgesamt waren etwa 70 Personen betroffen, von denen zwölf leicht und drei schwer verletzt wurden. Es entstand ein Sachschaden von 200 000 Euro.

veröffentlicht am 18.04.2017 um 14:59 Uhr

Starker Regen und viel Verkehr haben in kurzer Zeit auf der A 2 bei Kleinenbremen zu sechs Unfällen geführt. Foto: Michael Horst/Feuerwehr Porta Westfalica

Bei dem größten und schwersten der Unfälle war ein mit 58 jugendlichen Sportlern besetzter Reisebus auf ein Stauende aufgefahren. Dabei drückte er einen Kleinbus auf die Seite und schob mehrere Autos zusammen.

Um 18.36 Uhr rückte die Feuerwehr Porta Westfalica zur Unfallstelle in Fahrtrichtung Dortmund aus. Die Einsatzstelle befand sich kurz hinter der Talbrücke Kleinenbremen und zog sich über mehrere hundert Meter auf der Gefällestrecke nach der Brücke. Allein dort waren insgesamt 13 Fahrzeuge – darunter ein Bus und ein Kleinbus – beteiligt. Im weiteren Verlauf, etwa in Höhe der Eisberger Mühle, befanden sich weitere Unfallstellen mit insgesamt sechs Autos. Bei Eintreffen der Feuerwehr ging starker Regen über der Einsatzstelle nieder, dazu kam eine tief stehende Sonne genau in Fahrtrichtung Dortmund. Ob diese Wetterbedingungen ursächlich für die Unfälle sind, ist der Feuerwehr jedoch nicht bekannt.

Nachdem Eintreffen verschafften sich die Einsatzkräfte einen Überblick über die Lage und begannen mit der Versorgung der Verletzten. Aufgrund der vielen Betroffenen wurden mit dem Alarmstichwort „ManV“ – Massenanfall von Verletzten – weitere Kräfte zur Einsatzstelle entsandt. Über alle Spuren waren die Fahrzeuge verteilt, der Reisebus mit den 59 Insassen war auf dem Grünstreifen neben der Fahrbahn zum Stehen gekommen. Auf dem linken Fahrstreifen lag ein Unfallschwerpunkt mit fünf Fahrzeugen, darunter ein VW Kleinbus, der auf der Seite lag.

Die Verletzten wurden vor Ort von Rettungsdiensten und Notarzt versorgt. Die umliegenden Löschgruppen der Feuerwehr kamen hinzu und entsandten Mannschaftstransporter für die Unterbringung und den Transport der Betroffenen. Die Insassen des Reisebusses ohne Verletzungen konnten bis zum Eintreffen eines Ersatzbusses im Fahrzeug bleiben.

Die Feuerwehr sicherte die Einsatzstelle ab und verteilte Ölbindemittel auf der Fahrbahn, die danach von einer Kehrmaschine der Straßenmeisterei gereinigt wurde. Bei anbrechender Dämmerung wurde die Einsatzstelle ausgeleuchtet um die Unfallaufnahme durch die Polizei zu unterstützen, die dafür auch einen Hubschrauber einsetzte. Nach Freigabe durch die Beamten begannen Bergungsunternehmen mit dem Abtransport der Autowracks und die Feuerwehr beendete ihren Einsatz gegen 21.45 Uhr.

Die A2 war während der Arbeiten Richtung Dortmund vollgesperrt, es entstand ein zwölf Kilometer langer Rückstau. Im Rückstau befand sich auf ein Pferdetransport, die Tiere wurden durch die Feuerwehr mit Wasser versorgt.

In Wendeburg (Landkreis Peine) ist es derweil am Dienstagmorgen zu einer weiteren Massenkarambolage gekommen, bei der Autos und Lastwagen – ebenfalls auf der A2 – ineinander krachten. Sechs Menschen wurden verletzt, zwei schwer. Die gesperrte A2 sollte am Mittag auf dem Abschnitt wieder freigegeben werden.

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