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Polizei zieht 23-Jährigen aus Flussl

Mann wehrt sich gegen Rettung

Ein junger Mann, der weder Deutsch noch Englisch spricht und keine Ausweispapiere bei sich trug, hat sich vehement gegen Hilfe von Polizei und Feuerwehr gewehrt. Warum er in das kalte Wasser der Fluthamel stieg, ist unklar. Er wurde in die Psychiatrie eingewiesen.

veröffentlicht am 21.01.2018 um 12:34 Uhr
aktualisiert am 21.01.2018 um 17:50 Uhr

Die Polizei, die Feuerwehr und ein Notarztteam kümmerten sich um einen 23-Jährigen, der in das kalte Wasser der Fluthamel gestiegen war. Foto: fn
Frank Neitz

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Frank Neitz Reporter / Fotograf zur Autorenseite
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HAMELN. Polizeibeamte haben am Samstagabend einen Mann aus dem kalten Wasser der Fluthamel gezogen. Was die Polizisten verwunderte: Das mutmaßliche Opfer wehrte sich mit aller Kraft gegen seine Retter, schlug um sich und schrie die Beamten an. Zwei Streifenwagenbesatzungen und Notfallsanitätern gelang es, den verwirrt wirkenden Mann zu fixieren, bevor er von einer Notärztin untersucht werden konnte. Der 23-Jährige wurde in der Nacht in eine psychiatrische Klinik eingeliefert.

Gegen 20.30 Uhr war ein Fußgänger auf dem Tönebönplatz unterwegs, als er bemerkte, wie der junge Mann plötzlich eine zur Fluthamel herabführende Treppe herunterlief und ins Wasser sprang. Der Passant rannte sofort zum Pförtnerhaus einer Teppichfabrik an der Kuhlmannstraße und bat einen Wachmann, einen Notruf abzusetzen.

Neben der Polizei rückten auch Kräfte der Feuerwehr aus. Noch auf der Fahrt zog sich ein Trupp vorsorglich Überlebensanzüge an, um im Notfall ohne Zeitverlust vom Ufer in den schmalen Fluss springen zu können. Das mussten die Feuerwehrleute dann doch nicht. Als der erste Streifenwagen eintraf, befand sich der Mann wieder am Ufer, stieg allerdings erneut ins eiskalte Wasser und versuchte im Wasser davonzulaufen.

Nach wenigen Metern konnten ihn Polizisten ergreifen und an Land ziehen. Dagegen wehrte sich der Mann vehement. Es kam zu einem Handgemenge. Die Streifenbeamten, die mittlerweile Verstärkung bekommen hatten, mussten dem vermeintlichen Opfer Handschellen anlegen und auch die Beine des renitent auftretenden Mannes fixieren. Ein Notarztteam untersuchte das durchnässte Opfer in einem Rettungswagen. Er habe keine Verletzungen davon getragen, sei auch nicht stark unterkühlt gewesen, teilte die Polizei mit. Der Mann, der keine Ausweispapiere dabei hatte, wurde zur Wache gefahren. Polizisten ermittelten, dass es sich um einen 23 Jahre alten Emmerthaler handelt.

Das Motiv des Mannes kennt die Polizei nicht. Die Beamten konnten ihn dazu nicht befragen, da er weder Deutsch noch Englisch spricht.

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