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Er soll eine Mitarbeiterin bedroht haben

Mann rastet im Kreishaus aus - Sicherheitsdienst greift ein

Hameln. Eine Mitarbeiterin des Kreishauses ist am Freitagmorgen von einem Mann bedroht worden. Der Mann soll schon in der Vergangenheit wegen aggressiven Verhaltens aufgefallen sein. Der Sicherheitsdienst konnte die Situation schnell unter Kontrolle bringen.

veröffentlicht am 27.05.2016 um 11:56 Uhr
aktualisiert am 31.10.2016 um 13:12 Uhr

Ulrich Behmann

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Chefreporter zur Autorenseite

Ein in Deutschland geduldeter Asylbewerber hat am Freitagvormittag einen Polizeieinsatz im Kreishaus an der Süntelstraße ausgelöst. Der amtsbekannte Mann aus Afrika, der in Salzhemmendorf lebt, „wurde zunehmend aggressiver und drohte, auf eine Sachbearbeiterin des Teams „Soziale Hilfen“ loszugehen“, sagte Oberkommissar Jens Petersen. Die Landkreisbehörde sprach von einer „Bedrohungslage“. Der Leistungsbezieher sollte gegen 9.30 Uhr Geld in Empfang nehmen und den Erhalt mit seiner Unterschrift quittieren. Der 31-Jährige habe sich geweigert, zu unterschreiben. Er sei immer bedrohlicher aufgetreten, hieß es. Weil er von Anfang an aggressiv aufgetreten sei, habe sich ein Mitarbeiter eines Sicherheitsdienstes vorsorglich zwischen die Angestellte und den Leistungsempfänger gestellt. Weil der Asylbewerber der Aufforderung, das Büro zu verlassen, nicht nachkam, schritt der Wachmann ein. Er habe den Aggressor bis zum Eintreffen der in der Zwischenzeit alarmierten Polizei fixiert. Der Mann von der Elfenbeinküste ist bereits wegen Gewaltdelikten und Sachbeschädigungen in Erscheinung getreten. Auf ein Opfer soll er mit einer Holzlatte eingeschlagen haben. Ein anderes soll er geschlagen und getreten haben, heißt es. Mehrfach habe der Mann an seinem Wohnort randaliert, teilte die Polizei auf Anfrage mit. Der Salzhemmendorfer sei für seine „aggressiven Verhaltensweisen und psychischen Auffälligkeiten“  bekannt und habe schon mehrfach Polizeieinsätze ausgelöst. Landkreis-Sprecherin Sandra Lummitsch sagte, die Mitarbeiterin habe deshalb bereits im Vorfeld den Sicherheitsdienst eingebunden. „Sie wusste, dass der Mann zu einem aggressiven Verhalten neigt. Aufgrund einer psychischen Erkrankung war er schon mehrfach in stationärer Behandlung.“ Noch im Kreishaus wurde der 31-Jährige von einer Mitarbeiterin des Gesundheitsamtes untersucht. Das Amtsgericht ordnete die Einweisung des Mannes in eine psychiatrische Klinik an.

„Zum Glück waren die Einsatzkräfte sowohl vom Sicherheitsdienst als auch von der Polizei sehr schnell zur Stelle, um der Mitarbeitenden zu helfen und die gefährliche Situation unter Kontrolle zu bringen“, meinte Landrat Tjark Bartels, der sich bereits wenige Minuten nach den Geschehnissen vor Ort über die genaue Lage informiert hatte. „Ich bin vor allem froh und erleichtert, dass die Mitarbeiterin unverletzt geblieben ist. Auch wenn Bedrohungslagen dieses Ausmaßes selten sind, hat sich die Präsenz eines Sicherheitsdienstes bewährt.“



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