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Polizei- und Rettungseinsatz in Ottenstein

„Mann abgestochen“: Falscher Notruf sorgt für Aufregung

OTTENSTEIN. Mit einem Notruf hat ein Mann einen größeren Polizei- und Rettungseinsatz in Ottenstein ausgelöst – der Anrufer hatte ein Tötungsdelikt gemeldet. Kommissarin Sandra Heltner teilte am Freitag auf Anfrage mit, der Leitstelle in Hameln sei am Mittwochvormittag um 9.50 Uhr mitgeteilt worden, dass in einem Haus in Ottenstein ein Mann „abgestochen“ wurde.

veröffentlicht am 16.11.2018 um 15:18 Uhr
aktualisiert am 20.11.2018 um 12:03 Uhr

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Ulrich Behmann

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Ulrich Behmann Chefreporter zur Autorenseite
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Das Opfer sei tot. Die Rufnummer sei unterdrückt gewesen, sagte die Polizeisprecherin. Mehrere Streifenwagen aus zwei Landkreisen, ein Notarzt-Fahrzeug und ein Rettungswagen fuhren mit Blaulicht und Sirene zu der angegebenen Adresse. „Die Kollegen haben geklingelt. Die Frau, die dort allein wohnt, hat aufgemacht. Sie war gerade vom Einkaufen zurückgekommen und völlig erstaunt, dass Polizisten vor der Tür stehen“, sagte Sandra Heltner. Ermittler sahen nach dem Rechten, durchsuchten das Gebäude – sie fanden aber weder eine Leiche noch Spuren, die auf ein Verbrechen hindeuten. Der Anruf stellte sich als Finte heraus.

Nachforschungen ergaben: „Vor dem Vorfall hat es Streitigkeiten gegeben“, sagte die Kommissarin. Die Polizei vermutet, dass die Frau „in Verruf gebracht werden sollte“. Die Beamten leiteten Ermittlungen wegen Vortäuschens einer Straftat ein. „Es gibt einen Tatverdächtigen“, sagte Heltner.

Bereits Anfang September hatte es nach einem Notruf ein Großeinsatz auf der Ottensteiner Hochebene gegeben (wir berichteten). Eine 54-Jährige hatte dem Disponenten mitgeteilt, eine Frau sei soeben erschossen worden, mit einem Gewehr. Das habe sie beobachtet. Die Frau erzählte dem Beamten kurz darauf, der Täter sei in einem Wohnhaus verschwunden. Später war von weiteren Schüssen die Rede. Großenberg wurde komplett abgeriegelt – niemand kam rein, niemand kam raus. Erst eine Stunde nach dem Anruf stand definitiv fest: Die Frau hat Dinge beschrieben, die gar nicht stattgefunden haben. Nach Angaben der Polizei ist sie psychisch krank. Es heißt, die Großenbergerin habe seinerzeit ihre Psychopharmaka nicht eingenommen. Das soll Wahrnehmungsstörungen ausgelöst haben.



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