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Bundesstraße vollgesperrt

Lkw fährt an Ohrberg-Baustelle auf Stauende: Neun Verletzte

OHR. Auf der Bundesstraße 83, unterhalb des Ohrbergs, hat sich am Freitag gegen 17 Uhr ein schwerer Verkehrsunfall ereignet. Ein 40-Tonnen-Lastzug ist auf ein Stauende aufgefahren und hat drei Pkws und ein Motorrad zusammengeschoben. Nach Angaben des Ärztlichen Leiters des Rettungsdienstes, Dr. Jörg Meckelburg wurden neun Personen verletzt.

veröffentlicht am 26.05.2017 um 17:45 Uhr
aktualisiert am 26.05.2017 um 19:20 Uhr

Mehrere Autos und ein Motorrad wurden ineinander geschoben. Foto: ube
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Fünf Notärzte waren im Einsatz. Die Bundesstraße 83 musste längere Zeit voll gesperrt werden. Unfallanalytiker der Polizei waren bis zum Abend damit beschäftigt, Spuren zu sichern.

Ein mit Weizen beladener 40-Tonnen-Sattelzug sei gegen 16.45 Uhr auf ein Stauende aufgefahren und habe drei Autos und ein Motorrad zusammengeschoben, sagte Polizeihauptkommissar Guido Krosta im Gespräch mit der Dewezet. Die Fahrer hatten vor einer roten Baustellenampel gewartet, als der Lastwagen von hinten herannahte. Der 38-Jährige Brummi-Kapitän aus Katlenburg-Lindau hatte vergeblich versucht, zu bremsen. Die Blockierspur auf dem Asphalt ist viele Meter lang.

Der Unfall löste eine Kettenreaktion aus. Der Schwertransporter prallte zunächst gegen das Heck eines VW Passat. Dieser wurde auf die vor ihm stehende Kawasaki, auf der ein Mann und eine Frau saßen, geschoben. Das Motorrad krachte gegen einen VW Golf, dessen Fahrer noch versucht hatte, nach links auszuweichen. Der VW wurde dennoch gegen einen Renault geschoben.

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Die Bundesstraße war komplett geperrt. Foto: ube

Die Leitstelle schickte zahlreiche Rettungswagen aus zwei Landkreisen zur Unglücksstelle. Mit dem Stichwort „Massenanfall von Verletzten“ wurden fünf Notärzte aus Hameln und Bad Pyrmont alarmiert. Die Unfallopfer wurden in verschiedene Kliniken gebracht. Einige Patienten würden in Schockräumen untersucht. Erst danach könne man etwas zum Schweregrad der Verletzungen sagen, sagte Dr. Meckelburg.

Die Unfallursachen-Ermittler setzten bei der Spurensicherung das sogenannte Phidias-Verfahren ein (Photogrammetrisches Interaktives Digitales Auswerte-System). Phidias ist ein rechnerunterstütztes Tatortaufnahmesystem, mit dem anhand von Fotos maßstabsgerechte Skizzen angefertigt werden können.

Ebenfalls im Einsatz: die Feuerwehren Ohr und Kirchohsen. Die Freiwilligen machten ausgelaufene Flüssigkeiten mit Bindemitteln unschädlich und unterstützten Bergungsexperten bei den Aufräumungsarbeiten.



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