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Feuerwehrleute kämpfen sich durch Brombeer-Barriere

Leichensuche am Ohrberg: Spezialisten seilen sich ab

HAMELN/OHR. Spezialisten für Absturzsicherung der Feuerwehr Kirchohsen haben am Montagnachmittag am Steilhang des Ohrbergs die Suche nach einer Leiche fortgesetzt. „Wir geben unser Bestes, versuchen, die sterblichen Überreste zu finden“, sagte der stellvertretende Ortsbrandmeister Thomas Feldmann. Die Feuerwehrleute denken dabei auch an die Angehörigen der verstorbenen Person.

veröffentlicht am 01.04.2019 um 20:15 Uhr

Geschafft – Sascha Corbach hat nach anstrengender Suche am Steilhang wieder das sichere Ohrberg-Plateau erreicht. Foto:ube
Ulrich Behmann

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Ulrich Behmann Chefreporter zur Autorenseite
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„Sie sollen endlich Gewissheit haben“, sagt Feldmann, der sich gegen 15 Uhr mit den für Todesursachen-Ermittlungen und Vermissten-Fälle zuständigen Kriminalhauptkommissaren Frank Beißner und Fritz Tegtmeier zu einer Lagebesprechung auf dem Ohrberg-Plateau getroffen hatte.

Freiwillige seilten sich im schwierigen Gelände 45 Meter tief ab und hielten dabei Ausschau nach Kleidungsstücken, Schuhen und menschlichen Knochen. Die Mission ist gefährlich und schweißtreibend – an manchen Stellen beträgt die Hangneigung 70 Prozent. Ermittler gehen mittlerweile davon aus, dass dort – verborgen unter mächtigen Brombeer-Büschen – die Leiche eines seit dem 9. Mai 2018 vermissten Mannes, der zuletzt in einem Pflegeheim in Klein Berkel lebte, liegt. Der 79-Jährige wurde zuletzt auf dem Ohrberg gesehen – er ist spurlos verschwunden.

Die Angehörigen sollen endlich Gewissheit haben.

Thomas Feldmann, Feuerwehr-Einsatzleiter

Aus Sicht der Ermittler spricht alles für einen Unfall. „Wir vermuten, dass der Senior am Steilhang abgerutscht ist“, sagt Kriminalhauptkommissar Fritz Tegtmeier. Wie bereits berichtet, hatte die Polizei die Ende Mai vergangenen Jahres begonnene und zwischenzeitlich abgebrochene Leichensuche in diesem Jahr wieder aufgenommen. Die Ermittler mussten darauf warten, dass Bäume und Büsche ihre Blätter verlieren, die Witterungsverhältnisse eine Begehung des unwegsamen Steilhangs zulassen und ein Hightech-Gerät zum Einsatz kommen kann.

In der Brombeer-Barriere: Rick Persohn. Foto: ube

Mit einem unbemannten Luftfahrzeug der Zentralen Polizeidirektion Hannover, das mit einer hochauflösenden Kamera ausgestattet ist, wurden Steilhang und Plateau abgesucht – zunächst ohne Erfolg. Zwar seien mehrere verdächtige dunkle Flecke ausgemacht worden, aber: „Die Stellen, die wir zu Fuß erreichen konnten, haben sich als Überreste von Baumstümpfen entpuppt“, erzählt Kriminalhauptkommissar Tegtmeier. Die Polizisten konnten allerdings einige Bereiche gar nicht erreichen. „Es gibt dort mächtige Brombeer-Barrieren, die für uns unüberwindbar sind“, sagt der Polizei-Einsatzleiter.

Die Feuerwehrleute aus Kirchohsen rückten am Montagnachmittag mit Schneidwerkzeugen an, um das Dornengestrüpp an einigen Stellen zu entfernen. Gefunden wurde bis zum Einbruch der Dunkelheit nichts. „Wir geben nicht auf, werden die Suche am Sonnabend fortsetzen“, verspricht Feldmann.



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