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Blätterdach zu dicht

Leichensuche am Ohrberg: Hubschrauber-Einsatz nicht möglich

HAMELN. Auch mehr als eine Woche nach der Leichensuche am Ohrberg ist unklar, wann der Einsatz fortgesetzt werden kann. Ein Einsatz von Hunden ist wegen der Neigung des Steilhangs nicht möglich, eine Suche aus der Luft ist momentan auch nicht realisierbar.

veröffentlicht am 06.06.2018 um 16:28 Uhr

Eine erste Suchaktion war nicht erfolgreich. Foto: ube
Ulrich Behmann

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Ulrich Behmann Chefreporter zur Autorenseite
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Wie bereits berichtet, ist es nicht möglich, in diesem Bereich einen Spürhund einzusetzen. Grund: An manchen Stellen beträgt die Neigung des Steilhangs 70 Grad. Ein Polizeihund könnte dort abrutschen. Eine Suche aus der Luft wurde ebenfalls verworfen – das dichte Blätterdach würde der Besatzung die Sicht nehmen. Die Bodenvegetation ist ebenfalls sehr dicht. Brombeerbüsche könnten innerhalb weniger Tage über eine Leiche gewachsen sein, meinen Experten. Man würde in einem solchen Fall von oben gar nichts erkennen können.

„Es bleibt uns wohl nichts anderes übrig, als abzuwarten“, sagt Hauptkommissar Andreas Appel. Erst im Spätherbst oder im Winter habe die Hubschrauber-Besatzung wieder freie Sicht bis auf den Erdboden.

An Seilen gesicherte Experten der Feuerwehr Hameln waren in der vergangenen Woche stundenlang im Einsatz, um etwa 2000 Quadratmeter Hangfläche abzusuchen. Zuvor hatte der Labrador einer Hamelnerin, später ein Leichenspürhund der Polizeidirektion Göttingen, auf einem Trampelpfad angezeigt. Auch Menschen konnten den Verwesungsgeruch wahrnehmen.

Immer noch vermisst wird ein 79 Jahre alter Mann, der in einem Pflegeheim in Klein Berkel lebt. Er wurde zuletzt am 9. Mai gesehen. Sein Verschwinden hatte seinerzeit eine Suchaktion ausgelöst.

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