weather-image
10°
×

Mordkommission lässt sechs Objekte durchsuchen / Wer hat den Mann gesehen?

Leichenfund bei Eschenbruch: Führt die Spur nach Hameln?

ESCHENBRUCH/HAMELN. Steht die Mordkommission „Turm“ kurz vor dem Durchbruch? Den Ermittlern um den 1. Kriminalhauptkommissar Bernd Kauschke ist es gelungen, den Mann zu identifizieren, dessen Leiche am 13. Dezember unweit der Kreisstraße 61 in Eschenbruch am Rande des Waldgebiets „Turm“ entdeckt worden war.

veröffentlicht am 25.01.2021 um 18:04 Uhr
aktualisiert am 25.01.2021 um 19:01 Uhr

Ulrich Behmann

Autor

Chefreporter zur Autorenseite

Es handelt sich um einen 42-Jährigen, der im Ausland wohnte. „Er ist Opfer eines Gewaltverbrechens geworden – das steht unzweifelhaft fest“, sagte Oberstaatsanwalt Christopher Imig am Montag im Gespräch mit unserer Zeitung.

Zur Art der Tötung möchte Imig noch nichts sagen – „aus kriminaltaktischen Gründen“. Gut möglich, dass eine Spur nach Hameln führt. Am 19. Januar fanden in Hameln und in der Nähe von Hannover zeitgleich sechs Durchsuchungen statt. An der streng geheim gehaltenen Aktion waren auch Beamte des unter anderem für Mord und Totschlag zuständigen 1. Fachkommissariats des Zentralen Kriminaldienstes aus Hameln beteiligt.

Die Mordermittler wollen herausfinden, weshalb der Mann, dessen Nationalität und Wohnort die Ermittlungsbehörden derzeit nicht preisgeben wollen, nach Deutschland gereist ist und wen er hier besucht hat. „Bislang gibt es keinen dringenden Tatverdacht gegen eine bestimmte Person“, sagt Hella Christoph vom Polizeipräsidium Bielefeld.

2 Bilder
Die Leiche lag an einer Böschung neben der Kreisstraße 61 bei Eschenbruch. Der Fundort dürfte nicht der Tatort sein. Foto: yt

Die Leiche war am Nachmittag von einem Spaziergänger gefunden worden – sie lag an einer Böschung, etwa zwei Kilometer vom Abzweig „Forsthaus“ entfernt. Der Fundort dürfte nicht der Tatort sein. Der Tote hat nicht allzu lange am Straßenrand gelegen – es gab keine Verwesungsspuren. Die Täter haben sich keine große Mühe gemacht, das Mordopfer zu verstecken.

Kein Zweifel: Die Sonderkommission ist bei ihren Nachforschungen auf etwas gestoßen. „Wir haben etwas“, bestätigt Oberstaatsanwalt Imig auf Nachfrage. Mehr verrät er nicht. Die Ermittler wollen sich nicht in die Karten schauen lassen – der Täter soll nicht aus den Medien erfahren, was die Kriminalisten bereits herausgefunden haben. Eschenbruch ist nicht weit von Hagen/Bad Pyrmont entfernt.

Der Mann, das wissen die Beamten inzwischen, „hatte Bezüge nach Niedersachsen“. Er soll dort Bekannte gehabt haben. Die Polizisten sind gerade dabei, „das Beziehungsgeflecht“ zu entwirren. Die Mordkommission versucht, die letzten Tage des Mannes zu rekonstruieren. Die Ermittlungsbehörden bitten die Bevölkerung um Mithilfe und fragen: „Wer weiß, wo sich der Mann vor seinem Tod aufgehalten hat? Wer hat ihn an welchen Orten gesehen?“

Das Kriminalkommissariat 11 sei über jeden Hinweis dankbar, sagt Hella Christoph vom Polizeipräsidium Bielefeld. Telefon: 0521/545-0 oder 05151/933-222.



Copyright © Deister- und Weserzeitung 2021
Texte und Fotos von dewezet.de sind urheberrechtlich geschützt.
Weiterverwendung nur mit Genehmigung der Chefredaktion.


Kontakt
Redaktion
E-Mail: redaktion@dewezet.de
Telefon: 05151 - 200 420/432
Anzeigen
Anzeigen (Online): Online-Service-Center
Anzeigen (Telefonisch): 05151 / 200 - 666
Abo-Service
Abo-Service (Online): Online-Service-Center
Abo-Service (Telefonisch): 05151 / 200 777

Keine Zeitung bekommen? Hier zur Zustell-Reklamation.
X
Kontakt